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Nürnberg

Fleischhaus, Ochsenportal, Zwischen den Fleischbänken,


Das Fleischhaus

Das Fleischhaus an der Fleischbrücke wurde 1570/71 errichtet. Vor dieser Zeit standen hier, in der Südwestecke des Hauptmarkts, 73 Fleischbänke (Verkauf der Ware auf Bänken). Angeblich soll das alte Fleischhaus (Hauptmarkt 1)1419 entstanden sein. Es war vermutlich nur eine Überdachung der Fleischbänke.

Das Metzgerbankziehen (Verlosung) fand alljährlich zu Mittfasten (Mitte der Fastenzeit) statt. Dabei wurden die Fleischbänke unter den einzelnen Metzgern ausgelost. Zusätzlich zu den alten Fleischbänken wurden 19 "neue" Fleischbänke und 32 Bänke für auswärtige Metzger auf dem Säumarkt (Trödelmarkt) eingerichtet, für die 1444 das erste Fleischhaus errichtet wurde (Trödelmarkt 3, 1895 abgerissen). Ein eigenes Schlachthaus wurde 1504 auf dem Säumarkt errichtet.

Das alte (zweite) steinerne Fleischhaus mit dem Ochsenportal, wie es auf alten Ansichtskarten zu sehen ist, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.


Ochsenportal

Das Ochsenportal (Ochs´ auf der Fleischbrücke) lehnt sich direkt an das Fleischhaus an. Die Skulptur zeigt einen liegenden Ochsen und wurde 1599 als Eingangstor für das "neue" Gebäude (1570/71) errichtet. Der Text einer Inschriftplatte lautet: "Omnia habent ortus suaque in/crementa, sed ecce quem cernis nunquam bos fuit/ hic vitulus" (Alles hat seinen Ursprung und Anfang, doch siehe, der Ochse, den du hier erblickst, ist nie ein Kalb gewesen).

Auch das Ochsenportal wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Der Ochse wurde 1950 durch eine leicht veränderte Nachbildung ersetzt.

"Des häd mer da Ochs aaf da Fleischbrüggn aaa gsachd" (Das hätte mir der Ochse auf der Fleischbrücke auch gesagt) ist in Nürnberg heute noch oft eine Erwiderung auf eine sinnlose Antwort.


Der Ochse auf der Fleischbrücke wurde auf alten Ansichtskarten auch als Denkmal für den Nürnberger Ochsenmaulsalat "missbraucht". Hier ein Spruch auf einer Karte (wahrscheinlich um 1910):

"Ochsen gibt es überall, Ochsen ohne Ende,
Dieser ist ein Ehren-Ochs, hoch am Postamente.
Längst vergessen ist die Tat, die ihn bracht zu Ehren,
Wer dafür Int´resse hat, soll durch mich sie hören.

Als der hohe Rat einmal furchtbar war betrunken,
Und vom Katzenjammerweh alles hingesunken,
Opferte dies edle Tier, dieses allzugute,
In der besten Absicht schnell, hilfreich seine Schnute.

Weil man aus dem Ochsenmaul den Salat bereitet
Dem der Katzenjammer weicht, weil er ab ihn leitet;
Und daß auch die spätere Zeit kann dies Tier noch schauen,
Ließ der Rat aus Dankbarkeit es in Stein aushauen."


Nachtrag, 14.10.2012
Einige Wochen war der Ochse auf seinem Portal hörnerlos. Nun hat er wieder neue und zwar ein Paar echte Hörner. Die aus Ungarn stammenden Teile sind eine Spende von Annamaria Buda, Chefin der Diakonie in Ungarn. Buda war der hörnerlose Ochse bei ihrem letzten Nürnbergbesuch aufgefallen. Da sie das steinerne Tier als ungarisches Steppenrind identifizierte und von den Schwierigkeiten hörte, in Nürnberg passende "Ersatzteile" zu organisieren, beschaffte sie zwei Paar (einmal als zukünftiger Ersatz) Hörner von den in der Puszta lebenden Tieren. Wenn die neuen Hörner wieder 30 Jahre Wind und Wetter trotzen, dann hat der Ochs´die nächsten 60 Jahre ausgesorgt, was seinen Kopfschmuck betrifft.

Zwischen den Fleischbänken

Der Platz zwischen Fleischhaus und Schleifersteg heißt "Zwischen den Fleischbänken". Sein Name bezeichnet einfach seine Lage – nämlich genau zwischen dem Fleischhaus (Hauptmarkt 1) und der Säumarktinsel (Trödelmarkt). Das Areal wurde in den letzten Jahren umgestaltet und wird zum großen Teil von den gastronomischen Anliegern genutzt. Auch die, nicht unumstrittene, schwimmende Ponton-Bar hat hier in den Sommermonaten ihren Ankerplatz.

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Fleischhaus Nürnberg
Fleischhaus mit Ochsenportal
Fleischhaus
Alte Ansichtskarte
Ochsenportal
Ochsenportal
Fleischbrücke
Ochs´auf der Fleischbrücke

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Text: mw
Fotos: mw
Verwendete Literatur: SLN, NZS

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