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Nürnberg

Hercules-Velodrom

Radfahren ist heute eine Selbstverständlichkeit. Manchen dient es nur zur Fortbewegung mit normalen Drahteseln, für andere ist es eine sportliche Freizeitbeschäftigung mit High-Tech-Vehikeln. Ohne Versicherung oder Fahrprüfung kann sich heute jeder mit seinem Rad im Straßenverkehr fortbewegen. Dies war nicht immer so – Ende des 19. Jahrhunderts benötigte man einen "Fahrerberechtigungsausweis". Die Velozipeds in damaliger Zeit waren aus heutiger Sicht, teils sehr skurrile Gefährte die knifflig zu beherrschen waren.


Deshalb musste jeder (Hoch)Radfahrer eine polizeiliche Prüfung bestehen. In Nürnberg absolvierte man diese auf einer Strecke zwischen Burg und Hauptmarkt. Ebenso war in dieser Zeit ein Nummernschild vorgeschrieben um flüchtige Radler nach Vergehen dingfest machen zu können (Anm. des Autors: heutzutage auch wünschenswert).

Carl Marschütz, Nürnberger Fahrradpionier und Gründer der Hercules-Werke machte sich in den Anfangstagen der zweirädrigen Fortbewegung Gedanken um die Sicherheit seiner Kunden. Auf seinem Fabrikgelände in der Bleichstraße richtete Marschütz eine Art Fahrschule für angehende Radfahrer ein.

Der Andrang war zu groß um ihn auf dem kleinen Betriebsgelände zu bewältigen und so errichtete der Unternehmer 1898 in der damaligen Treustraße 9 (heute Schauspielhaus) das Hercules-Velodrom. Es entstand ein großer Saalbau der sowohl zum Üben für Fahrradfahrer gedacht war, als auch als Radbahn im Winter diente. Die in Fachwerkbauweise erbaute Halle mit ihren schmucken Vorbauten wurde aber schon bald zum gastronomischen Betrieb umgewandelt und verlor ihre Bedeutung für die Zweiradfahrer der ersten Stunde.

In den Jahren bis zur Zerstörung wurde der Bau unterschiedlich genutzt. So fand hier im Februar 1917 die erste Massenspeisung (Kriegsvolksküche) der hungernden Bevölkerung statt. Im September 1922 diente das Hercules-Velodrom der SPD als Versammlungsort für den Vereinigungsparteitag. Als einer der geräumigsten Veranstaltungsorte der Stadt fanden in dem Gebäude auch nationale und internationale Sportveranstaltungen statt. Während der Weimarer Republik wurden hier riesige Bierfeste sowie politische Großkundgebungen abgehalten.

Das Hercules-Velodron wurde durch einen Luftangriff 1944 in Schutt und Asche gelegt. An seiner Stelle steht heute das Nürnberger Schauspielhaus, direkt neben dem Staatstheater Nürnberg.


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Text: mw
Verwendete Literatur: BNN, NWM, IKN,SLN

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