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Opernhaus Nürnberg – Staatstheater Nürnberg

Nürnbergs erstes Operhaus bzw. Theater befand sich einst am Lorenzer Platz/Ecke Theatergasse, dass am 11. Februar 1668 eröffnet wurde. Im Gegensatz zum Fecht- und Tagkomödienhaus auf der Insel Schütt, war es dank künstlicher Beleuchtung auch nachts bespielbar, weshalb es auch als Nachtkomödienhaus bezeichnet wurde. Das Theater besaß einen elipsenförmigen Zuschauerraum, einen Rang sowie eine Galerie. Nachdem das Gebäude baufällig geworden war, entschloss man sich im Jahr 1800 für den Abriss. Der Nachfolgebau an gleicher Stelle, als Nationaltheater bezeichnet, wurde am 6. April 1801 mit dem Stück "Bayard, der Mann ohne Furcht und Tadel" eröffnet.


Das Nürnberger Opernhaus bzw. Staatstheater Nürnberg wie es heute wieder offiziell heißt, entstand erst über 100 Jahre später. An seinem Platz stand ehemals das alte städtische Klinikum, welches durch das 1897 eröffnete Klinikum-Nord an der Flurstraße abgelöst wurde. Bereits zehn Jahre vorher hatte der Magistrat über ein neues, zeitgemäßes Stadttheater nachgedacht, sodass man sich 1898 für einen Neubau an Stelle des alten Krankenhauses am Frauentorgraben entschloss.

Für die Planung wurde der Berliner Architekt Heinrich Seeling engagiert, der bis zum 1. Oktober 1902 einen Bau im Nürnberger Stil fertig stellen sollte. Der erste, im November vorgelegte, Planentwurf Seelings entsprach nicht hundertprozentig der seit den 1880er Jahren vorherrschenden Alt-Nürnberger Bauweise. Unter erheblichem Zeitdruck wurde erst im August 1900 ein modifiziertes Modell abgesegnet. Der vertraglich festgelegte Eröffnungstermin war durch die Diskussionen über den "Nürnberger Stil" aber nicht mehr zu halten.

Mit erheblicher Verzögerung wurde das markante "Neue Stadttheater am Ring" zum 1. September 1905 eröffnet. Entstanden war ein prächtiges Gebäude, dass seinerzeit als teuerster Theaterbau Europas galt. Am Eröffnungstag wurde in dem mit modernster Bühnen- und Lichttechnik ausgestattetem Haus auch die "Festwiese" aus Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" aufgeführt. Den im Volksmund geläufigen Begriff Operhaus bekam das Theater erst 1930, worauf das alte Stadttheater am Lorenzer Platz in Schauspielhaus umbenannt wurde. Auf Anweisung Hitlers musste Paul Schultze-Naumburg 1935 die prächtigen Jugendstilelemente entfernen.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das von Bombentreffern beschädigte Haus wieder aufgebaut und diente anfangs der U.S. Armee als Kino und Theater. Seit 1956 ist der Bau wieder das Nürnberger Operhaus, in dem Oper, Operette, klassische Musicals und Kammerkonzerte aufgeführt werden. Mit einer Generalsanierung (1995-98) bekam das Theater auch eine neue Innenausstattung. Im Parkett und auf drei Rängen finden nun 1.000 Zuschauer Platz.

Sehen und gesehen werden, heißt es auf dem seit 2001 stattfindenden Nürnberger Opernball. Dort flanieren die "Promis" auch durch die Foyerbereiche, allerdings soll das jährliche Highlight nicht an den Glanz des weltberühmten Wiener Vorbilds heran reichen, wie es ein Besucher beider Bälle einmal formulierte. Dies tut der rauschenden Ballnacht aber keinen Abbruch, die Gäste im festlichen Zwirn können dies sicherlich verschmerzen. Seit 2003 trägt das Haus wieder den Namen "Staatstheater Nürnberg" und wird ab dem 1. Januar 2005 in der Rechtsform einer Stiftung öffentlichen Rechts geführt.

Bleibt noch anzumerken, dass das alte, kriegsgeschädigte Schauspielhaus am Lorenzer Platz, nach Kriegsende durch einen Neubau direkt neben dem Opernhaus ersetzt wurde – an Stelle des durch Bomben zerstörten Hercules-Velodroms.


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: SLN,
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatstheater...

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