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Nürnberg

Stadion Nürnberg – ursprünglich Städtisches Stadion, ehem. Frankenstadion, vormals easyCredit-Stadion

Das Stadion in Nürnberg wurde nach seiner Fertigstellung als Städtisches Stadion bezeichnet und als "schönstes Stadion der Welt" gerühmt. Nachdem die Anlage 1991 in Frankenstadion umbenannt wurde trägt sie heute, nach mehreren Modernisierungen, den Namen easyCredit-Stadion.


In Weimarer Zeit galt Nürnberg als Sporthochburg. Um diesem Ruf gerecht zu werden, entschloss man sich zum Bau einer modernen Sportanlage auf dem Zeppelinfeld. Die Planung des Stadions lag in den Händen von Stadtgartendirektor Alfred Hensel, mit den Hochbauten wurde Oberbaurat Otto Ernst Schweizer betraut. Nach Beendigung der Bauarbeiten zwischen 1926 und 1928 wurde die 170 ha große Anlage am 6. Juni 1928 eröffnet.

Den Kern des Sportparks bildete das Fußball- und Leichtathletikstadion mit einer Sitzplatz-Tribüne für 2.600 Zuschauer. In unmittelbarer Nähe lagen das Schwimmstadion mit 100-m-Becken, Sprungturm, Liegewiesen und dem beliebten Sonnenbadcafé, sowie zusätzlich noch eine alkoholfreie Gaststätte. Daneben gehörten auch zwölf Tennisplätze, Fußballübungsplätze, sogenannte Jedermann-Sportplätze und eine Spiel- und Festwiese zur Anlage. Über das Sonnenbadcafé schwärmte der Architekt Justus Bier in einer Fachzeitschrift:

"Von großer Kühnheit im Konstruktiven ist das Sonnenbadkaffee mit seinen vier nach der Mitte zusammengeschobenen Tragpfeilern, die den ganzen Bau mit großen Fensterflächen zu umgreifen ermöglichen. Der Blick aus dem Inneren hat etwas zauberhaftes: man fühlt sich im umformten Raum und nimmt doch an der unendlichen Weite der Prospekte teil, die bis an die fernen Juravorberge hinführen. Die Konstruktion ist hier wie schon beim Tribünenbau in den Dienst einer freien, beschwingten Raumempfindung getreten, die eigentümlicher Ausdruck unseres Zeitalters ist."

Adolf Hensel (1880-1969) erhielt für seinen Entwurf 1928 eine Goldmedaille beim Kunstwettbewerb Architektur-Städtebau anlässlich der IX. Olympischen Spiele in Amsterdam. Auch international bekam der Planer viel Anerkennung. Man sprach von der größten und modernsten Anlage der Welt. In dem Vorzeigeobjekt fand bereits 1929 das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft statt, gefolgt vom 2. Deutschen Arbeiter-Turn- und Sportfest im Juli gleichen Jahres.

Unter den Nationalsozialisten musste Hensel die Anlage umgestalten. Sie sollte in das entstehende Reichsparteitagsgelände integriert werden. Die Nazis nutzten das Stadion für ihren alljährlichen Tag der Hitlerjugend, wie auch bei NS-Kampfspielen. Hitler befahl hier 1935 den anwesenden Jugendlichen "flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl" zu sein.

Nach Kriegsende belegte die US-Armee das gesamte Zeppelinfeld, nebst Zeppelintribüne, Kongresshalle und Luitpoldhain. Nachdem die Besatzer das Terrain 1961 freigegeben hatten, fanden im Stadion wieder große Leichtathletikveranstaltungen statt. Auch die jährlichen Sportfeste der Nürnberger Schulen wurden hier abgehalten.

Das Stadion fasste zu dieser Zeit 50.000 Zuschauer und wurde mit Einführung der Fußball-Bundesliga den Anforderungen angepasst. Seit 1962 ist es die Heimspielstätte des 1. FC Nürnberg, der bis dahin achtmal den Deutschen Fußballmeistertitel in die Noris holte. Seit 1963 wurde die Anlage immer wieder renoviert und erweitert. Mit nun 56.000 Zuschauerplätzen und Flutlichtanlage ausgestattet diente das "Städtische Stadion" jahrzehntelang als Austragungsort für nationale und internationale Sportveranstaltungen.

Eine Generalsanierung stand 1987 an. Unter Federführung der Architekten Günter W. Wörrlein und Gerhard Thiele wurden, unter Beibehaltung der Arena, umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt, die mit 61,8 Millionen Mark zu Buche schlugen. Die Umbenennung in Frankenstadion, sowie Einweihung der neuen Anlage wurde am 29. August 1991 mit einem großen Volksfest gefeiert. 60.400 Zuschauer fanden Platz im neuen Frankenstadion. Von den 53.000 überdachten Plätzen sind 31.000 als Sitzplatz ausgewiesen.

Erneute Modernisierungsmaßnahmen waren erforderlich als Nürnberg zu einem der Spielorte der Fußball-WM 2006 auserwählt wurde. Bei dem 56 Mio. Euro teuren Umbau zwischen 2003 und 2005 erhielt die Haupttribüne ein dreistöckiges VIP-Gebäude. Vor dem Eingang entstand die Max-Morlock-Stube als Treffpunkt für Fußballfans. Um das äußere Stadionoval wurden zusätzliche Möglichkeiten für gastronomische Nutzung geschaffen. Die erste internationale Bewährungsprobe hatte das modernisierte Stadion im Juni 2005. Hier wurden drei Spiele um den Konföderationen-Pokal (Confed-Cup) ausgetragen.

Noch bevor Fußballfans aus aller Welt 2006 zur Spielstätte auf dem Zeppelinfeld pilgerten, wurde der Austragungsort in easyCredit-Stadion umbenannt, war jedoch während der WM als Frankenstadion geführt. Viele Fußballanhänger hätten sich als Namen "Max-Morlock-Stadion" gewünscht, aber alle Proteste, auch zahlreiche aus der Nürnberger Bevölkerung, fruchteten nicht – wirtschaftliche Interessen haben die Stadt dazu bewogen das Angebot einer Bank anzunehmen.

Das easyCredit-Stadion ist heute eines der wenigen Stadien Deutschlands das noch über Leichtathletik-Sportstätten verfügt und wird für diesen Zweck auch genutzt, wie beispielsweise bei der Deutschen Leichathletik Meisterschaft 2008. Bei internationalen Fußballspielen stehen 44.306 Zuschauerplätze zur Verfügung, die bei Ligabetrieb auf 46.780 erweitert werden können. Das Stadionumfeld verfügt über 15.000 Parkplätze, für VIPs hält man im Stadion selbst weitere 205 Stellplätze bereit.

Neben Sportwettkämpfen finden auf dem Gelände auch andere Veranstaltungen statt. Ein Großereignis ist beispielsweise das alljährliche, mehrtägige Musikfestival "Rock im Park". Beim Norisringrennen dient ein Teil des Stadions als Fahrerlager. Für Interessierte werden in den Sommermonaten wöchentlich Stadionführungen angeboten.

Nachtrag, August 2012
Das easyCredit-Stadion heißt derzeit (Aug. 2012) Stadion Nürnberg, da der Sponsorvertrag ausgelaufen ist. Die Stadt sucht momentan nach einem neuen Namensgeber. Die Hoffnungen vieler Fans auf ein "Max-Morlock-Stadion werden sich wahrscheinlich nicht erfüllen.
Noch etwas hat sich getan. Das Stadion Nürnberg fasst jetzt, nach dem Umbau der Südkurve, wieder 50.000 Besucher.

Nachtrag, 15.02.2013
Das Stadion hat jetzt einen neuen Sponsor. Bis mindestens 30.06.2017 trägt es den Namen "Grundig-Stadion". Laut einem Zeitungsbericht spült das der Stadion-Betriebs-GmbH pro Saison etwa 800.000 Euro in die Kassen. Die Firma Grundig war von 1977 bis 1981 schon einmal Haupt- und Triokotsponsor des 1. FC Nürnberg. Die Traditionsmarke ist heute in türkischer Hand und gehört zum Elektronikkonzern Beko.


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: SLN

Quellen im Internet
easycredit-Stadion
Stadt Nürnberg
Wikipedia.de


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