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Nürnberg

German Bestelmeyer – Architekt

German Bestelmeyer war zu seiner Zeit einer der meistbeschäftigten Architekten, mit sehr eigenem Baustil. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen die meist epochal bzw. zeitgemäß planten, versuchte er mit seinen Bauten an süddeutsche Traditionen anzuknüpfen. Der Baukünstler orientierte sich an überlieferten, monumentalen Ordnungen.


German Bestelmeyer wurde als Sohn einer alten Kaufmannsfamilie am 8. Juni 1874 in Nürnberg geboren. Er wuchs in seinem Elternhaus am Weinmarkt 1 auf und studierte Architektur an der Technischen Universität München. Zu seinen Lehrmeistern gehörten Friedrich von Thiersch, Gabriel von Seidl und der Kirchenbauer Friedrich von Schmidt. Nachdem er die Staatsprüfung 1897 als Jahrgangsbester abschloss, kehrte er in seine Heimatstadt zurück und war dort als Baureferendar am Landbauamt tätig.

In dieser Zeit wirkte Bestelmeyer am Bau der Staatsbank (Lorenzer Platz) und des Gerichtsgebäudes in der Weintraubengasse mit. Danach war er in den Landbauämtern in München und Regensburg tätig, wo er ab 1902 eigene Bauten realisierte. Bei einem Anbau der Technischen Hochschule München (1906-1909), deren Ursprungsbau von seinem Lehrmeister Friedrich von Gärtner stammte, kristallisierte sich bereits Bestelmeyers eigener Stil heraus. Ab 1909 konnte der Baukünstler, als Leiter des Meisterateliers in Dresden, sein Wissen an seine Schüler weiter geben, bevor er 1915 an die Akademie der Bildenden Künste in Berlin übersiedelt und später auch an der dortigen Technischen Hochschule unterrichte.

Neben seiner Lehrtätigkeit vernachlässigte German Bestelmeyer seine architektonische Tätigkeit nicht. Neben der Eingangshalle, sowie dem Galerietrakt des Germanischen Nationalmuseums (1914-20), plante er auch das deutsche Ausstellungsgebäude für die internationale Kunstausstellung in Rom. Auch eines der ersten Hochhäuser Deutschlands, das Bankhaus Kroch in Leipzig, und die Pläne für das Haus der Freundschaft in Konstantinopel stammen aus seiner Feder. Weitere Bauten waren die Erweiterung für das Deutsche Museum und das Luftgaukommando in München, wo er ab 1922 die Nachfolge seines einstigen Lehrmeisters Friedrich von Thiersch an der dortigen TU antrat. Zwei Jahre später wurde der Baumeister zusätzlich noch Präsident der Münchner Akademie der Bildenden Künste.

In seiner Geburtsstadt Nürnberg, wo Bestelmeyer ab 1905 als selbständiger Architekt tätig war, scheiterte sein Entwurf für das Luitpoldhaus an den Kosten, obwohl er als Sieger eines Wettbewerbs mit 38 Teilnehmern hervorging. Als der Architekt nicht bereit war Abstriche an seinen Planungen zu machen, nahm Baurat Heinrich Wallraff diese ab 1907 wieder auf und verwirklichte das Gebäude in abgespeckter Form. Erst die bereits erwähnten Bauten des Germanischen Nationalmuseums bildeten das erste vollendete Werk in seiner Heimatstadt. Eine Vorliebe hatte Bestelmeyer für Kirchenbauten. In Nürnberg plante und verwirklichte er die Friedenskirche am Palmplatz, die Gustav-Adolf-Kirche in der Südstadt, sowie die Melanchthonkirche in Ziegelstein. Auch die Klinik Hallerwiese wurde nach seinen Plänen errichtet.

Professor Dr. h. c. German Bestelmeyer starb kurz nach seinem 68. Geburtstag am 30. Juni 1942 am Tegernsee.

Bestelmeyer-Bauten in Nürnberg:
  • 1905      Wettbewerbssieger für das Luitpoldhaus
  • 1914-20 Eingangshalle u. Galerietrakt, Germanisches Nationalmuseum
  • 1920      Kriegergedächtnistafel für den Rangierbahnhof
  • 1925-28 Friedenskirche
  • 1927-30 Gustav-Adolf-Kirche
  • 1927/28 Klinik Hallerwiese
  • 1933/34 Erweiterungsbauten Germanisches Nationalmuseum
  • 1938-40 Melanchthonkirche


Weitere Bauten:
Erweiterungsbau Universität München
Anbauten Technische Hochschule München
Reichsschuldenverwaltung Berlin
Bankhaus Kroch, Leipzig
Germanisches Museum an der Havard-Universität Boston
Deutsches Kunstaustellungsgebäude Rom
Deutsch-Türkisches Haus der Freundschaft
Gräflich Doernbergisches Mausoleum, Regensburg
Stephanuskirche, München
Auferstehungskirche, München
Pfarrkirche, Prien am Chiemsee
Weitere Kirchen in Aichach, Bamberg, Garmisch ... ...



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Text: mw
Verwendete Literatur: ANB, BNN, SLN

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