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Kettensteg – Restauration, Gaststätte, Biergarten

Die erste, frei schwebende, an Ketten hängende Flussbrücke Deutschlands gab dem an ihr gelegenen Restaurant seinen Namen. In reichsstädtischer Zeit wurde das Lokal, neben zwei anderen Nürnberger Wirtschaften (Vorderen Sterngasse 30 und Obere Schmiedsgasse 58), "Zum Blauen Stern" genannt. Direkt an der Pegnitz gelegen, ist der heutige Kettensteg am Maxplatz 35 vor allem im Sommer bei Gartenbetrieb ein gern besuchtes Lokal.


Die erste urkundliche Erwähnung der Restauration Kettensteg fand 1826 statt. In diesem Jahr verkaufte Johann Lengenfelder das Anwesen unterhalb der Hallertorbrücke für 5.700 Gulden an Johann Gottlieb Pohl. Pohl betrieb das Lokal nicht lange. Bereits ein Jahr später verkaufte er es für 6.300 Gulden an Michael Herold. Der Gewinn lässt darauf schließen, dass der Kettensteg schon damals gut besucht sein musste.

Ein Gesuch zum Wirtshausbetrieb an den Magistrat der Stadt von 1885 wurde Georg Friedrich Schäfer positiv beantwortet. Schäfer betreibt den Kettensteg bis 1904, zieht sich ins Privatleben zurück und stellt den Wirt Matthäus Zehtmeyer ein. In den folgenden Jahren wechseln die Wirte häufiger. 1906 ist es ein Johann Westermeier, 1908 Leonhard Wagner, gefolgt von Hans Röhrer 1913 und Johann Wetzel 1918. Wetzel zahlte 1.000 Mark Jahrespacht, inklusive der Wirtswohnung.

Von 1921 bis 1933 betreibt Fritz Pfister den Kettensteg. Gleich im ersten Jahr bekommt er zweimal Probleme mit der Obrigkeit. Er hatte im Februar und August die Polizeistunde überschritten und wurde zu einer Geldstrafe von 20 bzw. 30 Mark verurteilt – ersatzweise zwei bzw. drei Tage Haft.

Karl Allinka übernimmt das Lokal 1933 und übergibt es 1937 an Michael Schienhammer. Letzterer will den Betrieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg fortführen und muss sich deswegen peinlich genauen Befragungen der Militärregierung unterziehen.

Soweit sich der Autor erinnern kann, hatte der Kettensteg keine größeren Auszeiten. Es waren bis 2007 zwar verschiedene Betreiber auf der Gaststätte, die auch jeweils ihre eigene Zielgruppe ansprachen, aber richtiger Gästemangel herrschte selten. Bei der idyllischen Lage an der Pegnitz ist es bei schönem Wetter oft schwer einen Platz im Garten oder am Pegnitzufer (eine Etage tiefer) zu bekommen. Der Kettensteg wurde 2007 komplett renoviert und steht nun unter der Leitung von "Promi-Wirt" Karl "Charly" Krestel. Im Gasthaus selbst ist die Gaststube im Erdgeschoss täglich geöffnet, für größere Feiern steht noch ein Raum im ersten Stock zu Verfügung (Stand 09/2008).


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: ANG, NWG

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