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Scharfes Eck (Zum Schafen Eck)

Die aktenkundliche Geschichte der Wirtschaft "Zum Scharfen Eck reicht zurück bis in Jahr 1837. In dieser Zeit schließen Peter Böhm und Joachim Gerngroß einen Vertrag von Lichtmeß 1838 bis Lichtmeß 1841 ab. Das Scharfe Eck, ehemals in der Klaragasse 18 gelegen, wechselt für 290 Gulden jährliche Pacht den Besitzer. Bereits 1863 muss Johann Nieser 500 Gulden Pachtzins an Elisabeth Ott abführen.


Ab 1907 wird das Gasthaus von der Familie Maul betrieben. Georg Maul beantragt in diesem Jahr das Scharfe Eck weiter betreiben zu dürfen. Der zuständige Sachbearbeiter befürwortet die Anfrage mit der Bemerkung: "Es handele sich um den Fortbetrieb einer ganz alten Wirtschaft." Maul möchte das Lokal, das er zwischenzeitlich erworben hat, umstrukturieren und tritt 1911 mit der Bitte um Erweiterung an den Stadtrat heran. Georg Maul wollte fünf Fremdenzimmer einrichten, doch schienen die Auflagen der Gewerbepolizei so enorm gewesen zu sein, dass er seinen Antrag wieder zurückzieht – doch er gibt nicht auf. Unter anderem war die Treppe zum ersten Stock beanstandet worden.

Bereits im November gleichen Jahres reicht Maul ein zweites Gesuch ein in dem er schreibt: "Gehorsamst Unterzeichneter ist zur Zeit mit dem Umbau seines Anwesens beschäftigt und beabsichtigt, den Hauptbeanstandungspunkt seines letzten zurückgezogenen Gesuchs ... zum größten Teil Rechnung zu tragen." Sein Ansinnen für die Einrichtung von Fremdenzimmern untermauert er mit den Worten: "Hauptsächlich handelt es sich hier um Fremde, denen in der Hauptsache die Hotels mit ihren Preisen eine Übernachtung nicht gestatten." Doch die Obrigkeit bleibt hart und lehnt seinen Antrag ab, obwohl die beanstandete Treppe erneuert wurde.

Georg Maul wandte sich daraufhin 1913 an die Regierung von Mittelfranken und bittet um Hilfe in der Angelegenheit, worauf er die Genehmigung für die Fremdenherberge erhält. Im zweiten Stock konnte der hartnäckige Betreiber jetzt Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Zu Zeiten der Inflation (1922), als viele Hotels schließen mussten, konnte Maul seinen Bettentrakt auf den dritten Stock ausdehnen. Dies wurde "in Rücksicht auf die gegenwärtigen Zeitverhältnisse ohne besondere Auflagen" genehmigt.

Im Jahr 1943 ersuchten Käthe Hirschmann und ihr Sohn Karl um die Konzession für das Scharfe Eck. Sie mussten ihr Gesuch aber am 12. August selben Jahres wieder zurückziehen, "nachdem der Gasthof durch den gestrigen Fliegerangriff schwer getroffen wurde."

Erst 1950 wurde das Anwesen durch Maul-Tochter Luise Engel wieder aufgebaut. Allerdings wurde aus dem Scharfen Eck das "Fremdenheim Charlott". 1959 musste die Betreiberin des Hauses in der Klaragasse 18 an die Stadt melden: "Das Fremdenheim geht ein."

Apropos Eck. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es noch mehr "Eck-Lokale" in Nürnberg, wie beispielsweise die Wirtschaft "Zum Schiefen Eck", oder das "Eckala" am Dötschmannsplatz, sowie die Restauration "Zu den sieben Ecken" in der Tucherstraße


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: ANG, NWG, SLN

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