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Zur Schlehenstaude

Das seit 1632 bestehende Wirtshaus "Zur Schlehenstaude" erhielt seinen Namen wahrscheinlich erst Ende des 19. Jahrhunderts. Vorher war das Lokal als "Zum Eisvogel" bekannt. 1809 kaufte Konrad Horn aus Fürth-Ronhof das Anwesen Lorenzer Straße 10 für 400 Gulden. Er wollte seinem Sohn Conrad, der vorhatte Wirtstochter Rosina Ammon zu ehelichen, helfen eine Existenz aufbauen.


Die Schlehenstaude befand sich in einem kleinen, zweigeschossigen Gebäude südlich der Lorenzkirche und war eine ortsübliche Bierwirtschaft. Als der Oberkellner Mörtel 1868 das Lokal pachtete, hieß es noch "Zum Eisvogel".

Margareta Trapp ersuchte 1894 zsätzlich um eine Konzession für den Handel mit Branntwein in dem Anwesen. Aufgrund einer Vorstrafe wegen Übertretung der Marktordnung wird ihr diese verwehrt. Ihrer Nachfolgerin, Babette Motschiedler, besaß die Erlaubnis zum Schnapsausschank und konnte diese auch an Simon Fleischmann weitergeben, der die Schlehenstaude 1908 übernahm. Fleischmann wurde die Konzession allerdings entzogen, er versuchte aber händeringend eine neue zu beantragen. Dies führte zu umfangreichen Untersuchungen seitens der Polizei. Man überprüft ob überhaupt Bedarf zum Branntwein-Ausschank an dieser Stelle besteht und ob ein Lokal in unmittelbarer Nachbarschaft diesen nicht decken kann. Nachdem alle recherchierten Daten ausgewertet waren, kam die Obrigkeit zu der Erkenntnis Fleischmanns Ansinnen zu befürworten. Daraufhin wandelte der Wirt die Schlehenstaude von einer Bier- in eine Speiswirtschaft um, die gut gelaufen sein soll. Wie auf einer alten Fotografie zu erkennen ist, war zu dieser Zeit in dem Anwesen noch ein kleiner "Friseurladen" ansässig.

Das Wirtshaus bezog ihr Bier zunächst von der Reif´schen Brauerei, später vom Brauhaus Nürnberg. 1936 übernimmt Konrad Lehner, der um 1896 bereits den "Goldenen Pfau" betrieb, die Schlehenstaude. Allerdings musste Lehner schon ein Jahr später seine Wirtschaft "verpflanzen". Das Gebäude stand den Verkehrplanern im Weg und musste abgerissen werden. Doch die Schlehenstaude konnte sich behaupten, und entstand direkt nebenan, unter altem Namen, in einem Reif´schen Anwesen neu. Überlebt hat sie indes bis heute nicht – sie ging im Bombenhagel unter und wurde nicht wieder aufgebaut. Auch ihr Name ist in der heutigen Wirtshauslandschaft nicht mehr existent.


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: ANG, NWG, SLN

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