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Valznerweiher, Insel-Restaurant

Der Valznerweiher im Osten Nürnbergs entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Ausflugsziel. Die idyllische Seeinsel, früher als Vogelfangplatz genutzt, bot sich geradezu für eine gastronomische Bewirtschaftung an – und das hat sich bis heute nicht geändert.


Früher gehörte das Gewässer noch zu dem Dorf Zerzabelshof. Der dort ansässige Fabrikant Johann Nicolaus Weber betrieb bereits ein Ausflugslokal am Valznerweiher, dass er 1823 an Johann Mitterer verpachtete. Zu dieser Zeit bezeichnete man das Gewässer noch als "Vällzner Weyher"

Die Schreibweise des Namens änderte häufig, sodass ab 1869 vom "Falznerweiher" die Rede war. Der "Bote von Altdorf", dass damalige Amtsblatt, berichtete in seiner Weihnachtsausgabe im gleichen Jahr: "Der Gutsbesitzer Johann Friedrich Schwab zu Falznerweiher hat um Verleihung einer Concession zum Betrieb der Wirtschaft ... nachgesucht." Schwab hatte Margarethe Weiß geheiratet, deren verstorbener Mann die Wirtschaft "Auf dem Falznerweiher" betrieb.

Ein weiteres Gesuch zum Betrieb einer Restauration auf der Seeinsel stammt aus dem Jahr 1887. Zu dieser Zeit beantragte Peter Hellinger die "Ausübung einer Bierwirtschaft auf dem Falznerweiher."

Nach Hellinger bewirtschaftete ab 1893 Edeltraut Hamberger das Lokal, gefolgt von Hans Bubenberger ab dem Jahr 1901. Während einer zweijährigen Pause (1904-06) betrieb Bubenberger das Café Neptun in der Luitpoldstraße 8. In dieser Zeit waren die Eheleute Ehrlein die Wirte am Valznerweiher. Von 1906 bis 1919 übernahm dann wieder Hans Bubenberger das Zepter in dem beliebten Wirtshaus.

Bubenberger hat eigene Ansichtskarten aufgelegt, auf denen neben der Insel-Restauration auch ein Kurhaus abgebildet ist, das freilich längst nicht mehr existiert. In damaliger Zeit wurde das Ausflugsziel so beschrieben: Hier belustigen sich nämlich Männlein und Weiblein, hauptsächlich aber Liebespärchen und solche, die es werden wollen, mit Kahnfahren und Rudern."

Nach 1900 muss ein rechter Konkurrenzkampf in der aufblühenden Pegnitzstadt geherrscht haben. Die Heringsbraterin Margarete Demeter beschwerte sich 1909 bei der Polizei über unliebsame Konkurrenz, weil Bubenberger zu Pfingsten selbst gebratene Heringe in seinem Lokal anbot.

Heinrich Ruckdeschel, ein Nürnberger Konditor, war in den "Goldenen Zwanzigern" der Wirt in dem Inselrestaurant. Ihm folgte ab 1932 Friedrich Blind, der allerdings nur ein kurzes Gastspiel gab. Für 6.000 Mark jährlich verpachtete die Freiherrliche von Tucher´sche Brauerei AG die Gaststätte nachfolgend an den Musiker Paul Zinner. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten sich viele Wirte auf der Inselwirtschaft (es sollen über 15 gewesen sein) – eher mit bescheidenem Erfolg.

Noch heute wird das Anwesen auf der Valznerweiher-Insel gastronomisch genutzt und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Betreiber des Ausflugslokals ist seit über 20 Jahren die Familie Hofmann, die seit 2000 im Besitz der Insel ist. In den Sommermonaten lädt zusätzlich der idyllisch gelegene Biergarten zu einem Besuch ein. Auf dem benachbarten Areal am Valznerweiher trainiert, der in den letzten Jahren arg gebeutelte, "Club" (1. FCN). In der Saison 2008/09 kämpft der Zweitligist zum wiederholten Mal um den Aufstieg in die erste Bundesliga.


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: ANG, NWG, SLN

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