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Zum Gläsernen Himmel (ehem. Zur Roten Glocke)

Heute nicht mehr existent ist das, als Alt-Nürnberger Wirtshaus gerühmte, Anwesen "Zum Gläsernen Himmel". Das berühmte Lokal befand sich in der Bindergasse 1-3, an der Ecke zum Fünferplatz. Georg Schmidt, der Vater des Nürnberger Fotografen Ferdinand Schmidt, lichtete das Gebäude als eine seiner frühesten Fotografien 1853 ab.


Schon Jahrhunderte zuvor war an dieser Stelle eine Schankstätte ansässig. Bereits vor 1500 soll sich dort das Wirtshaus "Zur Roten Glocke" befunden haben, dass 1503 abgerissen wurde. Der Neubau aus dem Jahr 1504 erhielt ebenfalls eine Wirtschaft gleichen Namens, die sich bis ins 19. Jh. gehalten hat. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich an dem Haus der ab 1575 mehrfach erwähnten Wirtschaft, eine Madonna von Adam Kraft befand. Diese Statue befindet sich heute im Germanischen Nationalmuseum.

Berühmtheit erlangte das Anwesen erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die "Rote Glocke" wurde 1853 abgerissen und im gleichen Jahr durch den "Gläsernen Himmel" ersetzt. Der letzte Wirt in der Glocke war bis 1853 ein gewisser Tobias Buckelmüller, weshalb das Lokal bis zu dieser Zeit auch als "Buckelmüllerei" bezeichnet wurde.

Eigenartigerweise schrieb Karl Julius Weber bereits 1826: "In Nürnberg stieß ich auf Cappadoum, Herzgäßlein, Katzenberglein, Hundgäßlein ... (...) Einige Wein- und Bierschenken heißen zum Löchlein, gläserner Himmel, nackenden Bauch, goldenen Laus ..." Hatte der Gläserne Himmel vor 1853 etwa schon an einem anderen Platz bestanden? War die Rote Glocke schon vor ihrem Abriss umbenannt worden? Fragen die der Autor leider nicht beantworten kann.

Der Gläserne Himmel wurde zwar nicht so populär wie beispielsweise das legendäre "Bratwurstglöcklein", dennoch gab es auch von diesem Gasthaus Ansichtskarten. Da diese heutzutage nicht so zahlreich im Umlauf sind, ist davon auszugehen das deren Auflage, im Vergleich zu anderen Nürnberger Sehenswürdigkeiten, eher klein war, was sich heute natürlich auf den Preis einer solchen Postkarte niederschlägt.

Das Haus wurde samt der Gaststätte durch den Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Wirtshausname "Zum Gläsernen Himmel" ist heute in Nürnberg nicht mehr existent.


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: NZS, SLN

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