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Nürnberg

Wöhrder See

Der Wöhrder See, das jüngste der Nürnberger Gewässer, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mitten in der Stadt, der auch bedrohten Arten einen naturnahen Lebensraum bietet. Es ist kein natürlicher See, sondern wurde durch Aufstauung der Pegnitz realisiert die den See durchfließt.


Die Idee für einen innerstädtischen See bestand bereits in den 1930er Jahren. Die Realisation dieses Projekts wurde im Oktober 1959 beschlossen. An Planung und Baumaßnahmen waren neben der Stadt Nürnberg auch das staatliche Wasserwirtschaftsamt sowie der Bezirk Mittelfranken beteiligt. Nicht nur freizeittechnische Belange standen bei der Konzeption im Vordergrund. Der See ist auch Bestandteil der umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die Baumaßnahmen begannen 1968 mit dem Unteren Wöhrder See, die bis 1972 andauerten. Der Sandfang oberhalb des Gewässers entstand 1972-75. Im letzten Bauabschnitt wurde der Obere Wöhrder See im Jahr 1981 fertig gestellt.

Besonders der Obere Wöhrder See ist ein Naturparadies der auch den Belangen des Naturschutzes gerecht wird. Mit Inseln, Buchten und Altwasserarmen bietet dieses Gebiet bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen naturnahen Lebensraum mitten in der Stadt. Von diesem Teil wird auch ein eigens angelegter Seitenarm gespeist, der das Wasserschöpfrad bei der Satzinger Mühle antreibt.

Das Flussbett der Pegnitz wurde im Seegebiet quasi auf 52 ha vergrößert. Der Wöhrder See ist ca. 2.6 Kilometer lang, bei einer Breite zwischen 100 und 200 Metern. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt 1,90 m. Der See, die Uferwege und Grünflächen bieten vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Neben Joggern und Spaziergängern und Sportfischern an den Ufern, tummeln sich auf der Wasseroberfläche Segler, Surfer und andere Freizeitkapitäne. Im Sommer ist die 25 m hohe Wasserfontäne an der westlichen Seeseite eine besondere Attraktion. Die peitschenschwingende Figur am Wöhrder Talübergang, der Zweitguss einer Reiterfigur des Neptunbrunnens, pustet ebenfalls einen mächtigen Wasserstrahl in den Wöhrder See.

Nachtrag: 27.05.2009

Strandbar am Wöhrder See?

Wie am 19.05.09 in den Nürnberger Nachrichten zu lesen war, ist man auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine Strandbar innerhalb der Stadt. Nachdem sich Experten aus dem Rathaus und des Wasserwirtschaftsamts elf mögliche Standorte an der Pegnitz angeschaut haben, kristallisieren sich ca. vier Alternativen heraus.

Plätze wie das westliche Pegnitztal oder Hallerwiese/Kontumazgarten kommen nicht in Betracht. In die engere Wahl gekommen ist der Bereich beim Jugendzentrum "Klüpfel", wobei hier die Anwohner schon vorab heftigen Protest eingelegt haben. Eine andere Möglichkeit böte sich beim "Palmengarten" am Wöhrder See, sowie beim bestehenden Biergarten auf der Wöhrder Wiese. Auch das Restaurant "Bar Celona" könnte, sofern die Betreiber mitziehen, zur Strandbar weiterentwickelt werden.

Am idealsten wird momentan jedoch der Platz am Nordufer des Wöhrder Sees, direkt am Talübergang angesehen. Egal welcher Standort es wird, es soll keine "Eventfläche" bzw. "Open-Air-Disco" genehmigt werden. Nun wird ein Betreiber gesucht mit dem ein tragbares Konzept entwickelt werden kann. Wie in den NN weiter zu lesen war, hätten bislang wenige Gastronomen nur vages Interesse gezeigt. In diesem Jahr wird dieses Projekt aber wahrscheinlich nicht mehr zu realisieren sein.

Nachtrag: 02.09.2009

Der Wöhrder See verlandet

In letzter Zeit war in der Nürnberger Tagespresse öfter zu lesen, dass der Wöhrder See immer mehr verlandet. Das heißt, die Wassertiefe wird durch angeschwemmte Ablagerungen immer geringer. Schuld daran ist Nürnbergs Stadtfluss, die Pegnitz, deren Name sich von dem vorkeltischen Wort "paginza" ableitet, was so viel bedeutet wie schlammiger, sandiger Fluss.

Ursprünglich betrug die Seetiefe bis zu drei Meter, heute sind es an manchen Stellen nur noch 50 Zentimeter. Josef Keckl, Chef des Wasserwirtschaftsamts, erklärte gegenüber den "Nürnberger Nachrichten" im April 2009, dass der Wöhrder See in der Mitte nur noch 1,90 Meter tief sei. Die Sedimente die die Pegnitz und ihre Zuläufe mit ins Stadtgebiet bringen, kann auch der Sandfang am Satzinger Wehr, vor allem bei Hochwasser, alleine nicht auffangen. Alle vier Jahre werden die Sandfänge mit einer 300.000 Euro teuren Aktion gereinigt, wobei ca. 30.000 Kubikmeter Sand anfallen und entsorgt werden müssen.

Die geringe Wassertiefe, an manchen Stellen im Uferbereich nur knöcheltief, bietet dem Algenwuchs einen idealen Nährboden. Die Algen und andere Wasserpflanzen entziehen dem Wasser Sauerstoff. Um dem entgegenzutreten muss dass Wasserwirtschaftsamt jedes Jahr mit dem Mähboot den Wildwuchs beseitigen, was dann jeweils mit ca. 40.000 Euro zu Buche schlägt.

Der derzeitige bayerische Umweltminister, Markus Söder, sprach bei einem Vorort-Termin im August 2009, von 300.000 Kubikmetern Schlamm und Schlick die ausgebaggert werden müssten um die Ablagerungen zu beseitigen. Eine viele Millionen Euro teure Angelegenheit, allerdings ohne dauerhaften Erfolg. Deshalb wird jetzt nach einer langfristig erfolgreichen Lösung gesucht.

Infolgedessen wird die TU München eine 180.000 Euro teure Computer-Simulation erstellen, wie die zunehmende Verlandung verhindert bzw. stark eingedämmt werden kann. Josef Keckl gegenüber dem "Frankenreport": "Das können Wehre sein die die Fließgeschwindigkeit der Pegnitz erhöhen. Oder Sandsiebe, die im Oberlauf errichtet werden." Proben der Ablagerungen werden derzeit entnommen, aus denen die Wissenschaftler Herkunft und Fließgeschwindigkeit ermitteln können. Mit diesen Daten werden dann die Computer gefüttert, bis Mitte 2010 ein Gutachten erstellt. In den NN wird Keckl folgendermaßen zitiert: "Klar ist allen, dass sich nachhaltig etwas verbessern muss, denn wenn nichts passiert, wird der Wöhrder See im Laufe der Jahre schrumpfen und irgendwann völlig verlanden."

Welche Lösung sich für den Wöhrder See finden lassen wird, und welche finanziell umsetzbar ist, muss letztendlich Herr Söder und sein Ministerium entscheiden. Ob sich die Stadt materiell beteiligen muss steht derzeit nicht fest. Bis dahin wird die Pegnitz weiterhin Schlamm und Sand aus ihrem 1.200 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet ins Stadtgebiet mitführen, so wie sie es schon seit Jahrhunderten tut.


Nachtrag: 04.03.2011

Wöhrder See soll zur "Wasserwelt" umgestaltet werden

Der Wöhrder See soll bis 2014 in eine gesunde, ökologische "Wasserwelt" verwandelt werden. Bayerns Umweltminister Markus Söder sprach laut Nürnberger Nachrichten (25.02.11) von einem der "größten und bedeutendsten Projekte für Nürnberg." Der lang gestreckte Stausee soll in zwei Bereiche unterteilt werden. Die obere Seehälfte soll eine naturbelassene Entwicklungszone, sowie eine Inselwelt, die mit Stegen und Hängebrücken verbunden sind, erhalten. Ferner soll im oberen Bereich ein Teil des Wehres einem "Fischweg" weichen, der auch als Wildwasserstrecke für Kajakfahrer dienen soll.

Der untere Wöhrder See soll künftig noch mehr als Erholungszone dienen. Der Plan von einer "Wasserwelt Wöhrder See" sieht hier eine Mittelinsel mit Riff, sowie eine Badebucht im Bereich des "Norikus" vor. Am gegenüber liegenden Nordufer werden ein Sandstrand, und auf Höhe des Sebastianspitals ein Spazierweg/-steg, die "Wasserwelt" bereichern.

Die voraussichtlichen Kosten in Höhe von 10 Millionen Euro werden weitgehend vom bayerischen Umweltministerium getragen. Der Anteil der Stadt könne bei zehn bis 20 Prozent liegen, so Söder gegenüber den NN. OB Ulrich Maly findet es laut dem Zeitungsartikel "klasse, dass sich der Freistaat nicht nur wasserwirtschaftlich engagiert, sondern viel Geld in die Hand nimmt". Was von diesen "Visionen" umsetz- und machbar sein wird, werden die kommenden Wochen zeigen. Das Projekt wird öffentlich vorgestellt und diskutiert, für das Frühjahr sind Veranstaltungen geplant.

Interessierte Bürger(innen) können auf der bereits eingerichteten Homepage das Konzept kommentieren und Vorschläge einbringen:
http://www.wasserweltwoehrdersee.de


Nachtag, 07.10.2012

Steg der "Wasserwelt Wöhrder See" eröffnet

Ein erster Teil der "Wasserwelt Wöhrder See" ist fertiggestellt. Ein 200 Meter langer Steg führt jetzt am Nordufer über das Gewässer. Die 240 Tonnen schwere und 2,2 Millionen teure Stahlkonstruktion wurde am 2. Oktober 2012 der Öffentlichkeit übergeben.

Der neue Steg über dem Wasser dient aber nicht nur als Flaniermeile, unter ihm ist die Technik zur Regulierung der Fließgeschwindigkeit der Pegnitz verbaut. Hierbei handelt es sich um bewegliche Metallplatten die verstellt werden können, um bei Bedarf die Strömungsgeschwindigkeit zu erhöhen bzw. verringern. Dies soll einer weiteren Verlandung des Gewässers vorbeugen. Bayerns Umweltminister Marcel Huber gegenüber den "Nürnberger Nachrichten" (03.10.12): "Die Strömungslenker befinden sich unter Wasser, das Wichtigste an dem Bauwerk sieht man also nicht". Demnächst werden noch künstliche Inseln angelegt, die ebenfalls die Fließgeschwindigkeit erhöhen sollen. Die neue Wasserwelt am Wöhrder See soll, geht es nach Plan, bis 2014 fertiggestellt sein.

Ein Klick in das Vorschaubild öffnet ein neues Fenster mit einer größeren Darstellung.
Wöhrder See
Wöhrder See
Reiterfigur
Reiterfigur
Reiterfigur
des Neptunbrunnens
Fontäne im Wöhrder See
Fontäne im See
Oberer Wöhrder See
Oberer Wöhrder See
Schwimmende Insel
Schwimmende Insel

Pegnitz
Pegnitz

So könnte die "Wasserwelt Wöhrder See" zukünftig aussehen
Pegnitz
Badebucht
Pegnitz
Inselwelt
Pegnitz
Insel mit Riff
Pegnitz
Fischweg
Pegnitz
Spazierweg
Pegnitz
Sandstrand

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Text: mw
Fotos: mw, Wasserwirtschaftsamt Nürnberg
Verwendete Literatur: SLN; Nürnberger Nachrichten v. 22.04.2009, 19.05.2009, 25.02.2011, 26.02.2011; Frankenreport v. 26.08.2009

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