Logo - nuernberginfos.de
Nürnberg Nürnberg
Nürnberg Startseite Nürnberg
Nürnberg Nürnberg Brücken
Nürnberg Nürnberg Nürnberg
Gebäude Bauwerke Bauwerke
Brücken Brücken Brücken
Brunnen Brunnen Brunnen
Denkmäler Denkmäler Denkmäler
Foto Foto-Dokus Dokus
Gastgewerbe Gastgewerbe Gastgewerbe
Gewässer Gewässer Nürnberg
Industrialisierung Industrialisierung Industriekultur
Kinos Kinos Kinos
  Admiral-Palast
  Adonia Filmtheater
  Aki
  Alhambra-Palast
  Atlantik-Palast
  Autokino
  Central-Theater
  City-Kino
  Delphi-Palast
  Ladenkinos
  Lorenzer Lichtspiele
  Luitpold-Lichtspiele
  Noris-Theater
  Phoebus-Palast
Kirche Kirchen Kirchen
Lokalbahnen Lokalbahnen Nürnberg
Ludwigseisenbahn Ludwigseisenbahn Ludwigseisenbahn
Mühle Mühlen Mühlen
Bedeutende Nürnberger Nürnberger
Ratserlässe Rats(v)erlässe Nürnberg
Nürnberger Spezialitäten Spezialitäten
Straßen und Gassen Straßen u. Plätze
Traditionsfirmen Traditionsfirmen Nürnberg
Nürnberg Vermischtes Mix
Nürnberg Weitere Inhalte Nürnberg
Stichwort Stichwortverzeichnis Stichworte
Neu Was ist neu? Neu
Hilfe Hilfe Hilfe
Links Links Links
Quellen Literatur u. Quellen Literatur
Über Über diese Seiten uns
Kontakt Kontakt Nutzungsbedingungen
Weihnachtsmarkt Nutzungsbedingungen Christkindlesmarkt
Sitemap
Impressum Impressum Impressum
Nürnberg

Admiral-Palast

Der Admiral-Palast ist eines der Lichtspielhäuser aus der Nachkriegszeit das bis heute noch bespielt wird. Andere Filmtheater in der Innenstadt wie der Atlantik-Palast, das Apollo oder Lu-Li sind längst Geschichte. Das Grundstück auf dem der 2002 eröffnete Neubau errichtet wurde, hat in Nürnberg kinogeschichtliche Bedeutung – hier stand ab 1908 das Tonbild-Theater des hiesigen Kinopioniers Heinrich Bayer.


Heinrich Bayer eröffnete 1906 das erste ortsfeste Kino Nürnbergs in der Karolinenstraße 53. Unter dem Namen "Heinrich Bayers lebende Photographie", zeigte der Vorreiter in seinem vor sich hinkümmernden Varieté "Himmelsleiter", meist nach Beendigung des Varietéprogramms, "lebende Photographien". Phillip Müller, genannt Nickel, erwarb 1908 die "Himmelsleiter" und wandelte das Haus in das "Noris-Theater" um. Der Kino-Protagonist aus der Noris hatte weitreichende Kontakte in der Filmbranche und trat in späteren Jahren auch mit Eigenproduktionen vors Publikum (nachzulesen hier). Heinrich Bayer indes richtete 1908 in der Königstraße 9 sein "Tonbild-Theater" ein, welches später in "Lorenzer Lichtspiele" (LoLi) umgetauft wurde. Dieses Filmtheater wurde am 16. März 1945 bei einem Luftangriff durch Brand- und Sprengbomben komplett zerstört.

An seiner Stelle entstand in der Wiederaufbauphase der Admiral-Palast. Der Neubau, von Architekt Ludwig Amann entworfen, wurde am 31. Oktober 1957 feierlich eingeweiht. Die Eröffnung glich einem Volksfestspektakel, bei dem Hausherr Hans Vogel viel Stadtprominenz begrüßen konnte. Als Hauptfilm wurde "Der schönste Tag meines Lebens" gezeigt, ein Standkonzert der Stadtpolizeikapelle um 18 Uhr rundete das Festprogramm ab. Die "Nürnberger Nachrichten" berichteten tags darauf über das Ereignis:

"... Zur Erholung und herzinnigen Gemütserfrischung lief anschließend der Hauptfilm, so recht das deutsch/österreichische Gegenteil zu Mike Todd, >Der schönste Tag meines Lebens< (ein trefflicher Eröffnungstitel) (...) Das Auge erfreuen die schönsten Außenaufnahmen aus der Wachau. Das Publikum geriet gestern schier aus dem Häuschen, als es Michael Ande, Ellinor Jensen, Josef Egger und Thomas Hörbiger zu Gesicht bekam. Im Theater-Foyer gab es bei der Autogrammstunde ein Gedränge von Toddschen Ausmaßen. ..."

Der Admiral-Palast bot anfangs 1.050 Zuschauern Platz. Während der Kinokrise in den 1960er Jahren, der Fernsehapparat trat gerade seinen Siegeszug in die heimischen Wohnzimmer an, stand ein erster Umbau an. Der Rang wurde 1967 zu einem "Kleinen Haus" mit 200 Plätzen umgebaut, das "Große Haus" fasste nunmehr nur noch 500 Zuschauer.

Erneute Umbaumaßnahmen folgten im Jahr 1975. Dem Trend entsprechend, wird auch dieses Filmtheater "verschachtelt". Das Admiral erhält im Keller und im ersten Stock zwei weitere Kinosäle mit 81 bzw. 131 Sitzplätzen. Das Haus wird jetzt unter dem Namen "Admiral-Kinocenter" geführt, ein weiterer Saal kommt 1980 hinzu. Technisch auf den neuesten Stand gebracht werden Admiral 1-5 im Jahr 1989 durch den Einbau neuer Soundanlagen.

Zehn Jahre später (1999) hält "SCION – The Cinema Sound Adventure" Einzug im Admiral Filmpalast. Im AD 1 erlebt der Zuschauer Kino mit 6-Kanal-Digitalton samt Lichtshow und Spezialeffekten mit Nebel- und Windmaschinen. Diese Investition war wahrscheinlich notwendig geworden, um dem Multiplex-Kino "Cinecittà" Paroli bieten zu können. Schon im darauf folgenden Jahr schließt der Admiral-Palast am 31.05.2000 seine Pforten, das Haus wird abgerissen um einen Neubau Platz zu machen.

Die Grundsteinlegung für ein neues "Erlebniskino" erfolgte am 7. Februar 2001. Bereits am 4. Juli 2001 feierte man Richtfest im neuen Gebäude. Es sollte ein Kinocenter entstehen um "mit einem einzigartigem Erlebniskonzept den gewachsenen Ansprüchen der Kinobesucher nach zu kommen." Im April 2002 wurde der Admiral Filmpalast feierlich eröffnet. Das neue Haus verfügt neben Skybar und Café über 5 Kinosäle, die wie einst als AD 1-5 bezeichnet sind. Das AD 1 bietet 269 Zuschauern Platz und verfügt über ein THX-Soundsystem. Das AD 2 hat 160, AD 3 159, AD 4 156 und AD 5 256 Plätze. Letzteres ist ebenfalls mit THX-System ausgestattet. Betrieben wird das Kino-Center von der Admiral-Palast Filmtheater Nürnberg GmbH & Co. KG.

2008 feierte man "100 Jahre Kinostandort Admiral Filmpalast". In einer Ausstellung ließ man die Geschichte des Hauses Revue passieren. Alte Plakate, Kinoutensilien und lebensgroße Filmfiguren, umrahmt von Zeittafeln, vermittelten die Historie des Lichtspieltheaters. Außerdem sorgten ausgewählte Filme aus den letzten 100 Jahren für die passende Unterhaltung. Heinrich Bayer hätte sicherlich seine Freude gehabt.


Weitere themenverwandte Seiten:
Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: SLN, VKC;
Quelle im Internet:
http://www.admiral-filmpalast.de/defaultdesktop.aspx?pid=28

Seitenanfang