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Adonia-Filmtheater

Das Adonia-Filmtheater befand sich einst in der Alberichstraße und ist wahrscheinlich den wenigsten (älteren) Nürnbergern ein Begriff. Es war wahrscheinlich Nürnbergs einziges Kino mit so einer kurzen Lebenszeit – es existierte nur knapp vier Jahre. Der Kinosaal wurde längst umgebaut, heute (2011) befindet sich dort unter anderem ein Backshop und ein Getränkehandel.


In der Nachkriegszeit entstanden in den Vorstädten jede Menge Kinos, besonders in der Südstadt. Allerdings sah es in dieser Hinsicht in St. Peter und Lichtenhof eher schlecht aus. Dr. Rudolf Fleischmann wollte dies ändern und errichtete in der Alberichstraße 9 ein Wohnhaus, in dessen Untergeschoss ein Lichtspielhaus namens "Adlon-Filmtheater" untergebracht war. Mit geladenem Premierenpublikum wurde das Kino am 13. Dezember 1956 eröffnet.

Das Adlon, mit seinen 750 Plätzen, geriet schon nach der Eröffnung ins Visier der Erben des gleichnamigen Hotels in Berlin. Es bahnte sich ein Rechtsstreit an. Der Betreiber nannte sein Kino nun "Aldonia-Filmtheater", was den Hotelerben aber immer noch zu verwechslungsträchtig erschien. Schließlich wurde das Haus in "Adonia-Filmtheater" umbenannt.

Doch das war nicht die einzige Hürde die das Kino in der Anfangszeit zu meistern hatte. Schon neun Monate nach Eröffnung geriet das Haus in finanzielle Schieflage, es ist zahlungsunfähig. Nach Einleitung des Konkursverfahrens übernimmt Max Kiesel, der das "Roxy-Kino" am Südfriedhof betreibt, als Zwangsverwalter den Spielbetrieb.

Nachdem die Zeit der großen Kinopaläste (Admiral-, Atlantik-, Delphi-Palast, etc.) in der Innenstadt angebrochen war, durften die Vorstadtkinos Kassenschlager erst spielen wenn sie in den großen Häusern bereits gelaufen waren. Die Betreiber der Innenstadtkinos hatten Absprachen mit den Filmverleihern getroffen, sogar die Kinos in Fürth waren von dieser Regelung betroffen, worauf der damalige Fürther Oberbürgermeister, Dr. Hans Bornkessel, Strafantrag stellte (nachzulesen hier).

Wirtschaftlicher Erfolg zeichnete sich im "Adonia-Filmtheater" offensichtlich nicht ab. Noch vor der sich anbahnenden Kinokrise schloss das Lichtspielhaus bereits im Juli 1960. Es ereilte ein Schicksal wie es später noch anderen Häusern widerfahren wird – die Umwandlung zum Supermarkt. Die BMA-Lebensmittelkette (Bernhard Müller, Augsburg) zog in den leer geräumten Kinosaal ein. Das Adonia konnte sich somit keine vier Jahre behaupten.



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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: VKC; Nürnberger Zeitung, 28.01.2010, "Konsum verdrängte die Zelluloid-Träume" v. Herbert Heinzelmann


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