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Moritzkapelle

Im Schatten der Nordfassade der Sebalduskirche befand sich einst die Moritzkapelle. Sie war zwar nicht so populär wie die anderen Nürnberger Stadtkirchen, aber dennoch indirekt berühmt – an ihrer Nordseite war das legendäre "Bratwurstglöcklein" angebaut.


Ursprünglich befand sich Moritzkapelle im ehemaligen Judenviertel der Stadt und wurde 1313 erstmals erwähnt. Der Neubau auf dem Sebalder Friedhof geht auf die Stifter Gertraud und Eberhard Mendel zurück – zu Ehren der Heiligen Mauritius und Wenzel. Die kleine Kapelle erhielt 1430 eine ebenfalls gestiftete Orgel. Doch das Bauwerk verlor schon bald seine Bedeutung als Andachtshaus. Um 1482 wurde der Dachraum von Kirchenmeister Sebald Schreyer als Lagerraum für Getreide genutzt. Jahrzehnte später (1576) lagerte man in der Kirche Fässer vom nahe gelegenen Weinmarkt. Nach Dachreparaturen (1604) erfolgte anlässlich des Kurfürstentags 1611 eine Außenrenovierung.

Auch in den folgenden Jahrhunderten wurde der Sakralbau "missbraucht". So wurde die Moritzkapelle beispielsweise als Archiv genutzt. Verkaufsüberlegungen im Jahr 1806 zerschlugen sich, sodass das Gotteshaus als Heu- und Holzlager herhalten musste. König Ludwig I. veranlasste 1828 den Ausbau zu einer königlichen Galerie, sowie den Abbruch der angebauten Verkaufsbuden.

Als die Gemälde 1882 in das Germanische Nationalmuseum überführt wurden, nutzte die protestantische Kirche den Bau für Andachten und Ausstellungen. Eine Generalsanierung wiederfuhr der Moritzkapelle unter Josef Schmitz. Nachdem bereits 1902 die verschlissenen Wandbekleidungen abgenommen wurden, zogen sich die weiteren Renovierungsarbeiten bis 1925 hin. Noch kurz vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erhielt die Kapelle 1941 wieder eine Orgel. Der Bombenhagel vom 3. Oktober 1944 legte die Moritzkapelle samt Bratwurstglöcklein in Schutt und Asche. Von den vielen Außenreliefs ist nur noch die Kopie eines Propheten im Germanischen Nationalmuseum erhalten. Eine in den Boden eingelassene Gedenkplatte auf dem Sebalder Platz, mit den Umrissen des verschwundenen Ensembles erinnert noch das berühmte Postkartenmotiv. Darauf ist zu lesen: "Ihr Wiederaufbau bleibt zukünftigen Generationen vorbehalten." Ob dies je geschieht, gilt aus heutiger Sicht als eher unwahrscheinlich – aber wer weiß schon was in 25, 50 oder 100 Jahren geschieht.


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Bratwurstglöcklein
Moritzkapelle
Bratwurstglöcklein
...mit Bratwurstglöcklein
Moritzkapelle
Gedenktafel


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: SLN

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