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Stilllegung der Ludwigseisenbahn

Nach fast 87 Betriebsjahren wurde die Ludwigseisenbahn stillgelegt. Die Straßenbahn hatte ihr längst den Rang abgelaufen, ein profitabler Betrieb war nicht mehr möglich. Im Bericht der Ludwigseisenbahn-Gesellschaft heißt es hierzu:


"Gezwungen durch katastrophale Steigerung der Ausgaben für Kohlen, sonstige Verkehrsmittel, Gehälter und Löhne sind wir nicht mehr in der Lage, den Betrieb weiterzuführen und müssen ihn deshalb am 1. Nov. 1922 stillegen."

Nachdem die Ära der Ludwigseisenbahn zu Ende war, wurde am 5. Juni 1925 das verbliebene, rollende Material entsorgt. Alteisenhändler Hermann Hirschmann hatte es aufgekauft und ließ es zur Eisenverwertungsgesellschaft am Dutzendteich bringen. Es wurde ein Zug zusammengestellt der von der notdürftig reparierten Lok Bavaria gezogen wurde. Er bestand aus drei kalten Lokomotiven, 2 Packwagen und 22 Personenwagen. Auf einer der Loks stand mit Kreide geschrieben: "Der Ersten Eisenbahn letzte Fahrt"

Die Geschichte der Ludwigseisenbahn-Gesellschaft hätte wahrscheinlich anders verlaufen können, wenn sie nicht, vielleicht etwas kurzsichtig, einen Vorschlag der Stadt Nürnberg abgelehnt hätte. Die Stadtspitze hatte 1877 angeregt sich an zukünftigen Straßenbahn-Projekten zu beteiligen. Es lagen bereits Konzessionsgesuche für eine Linie vom Plärrer bis nach Fürth vor, also parallel zur Ludwigsbahntrasse. Über die Gründe der Ablehnung kann man nur mutmaßen. Fakt ist: Nach Inbetriebnahme der Pferdebahnlinie auf oben genannter Strecke 1881, durch den Bremer Unternehmer Heinrich Alfes, gehen Fahrgastzahlen und Umsätze zurück. Waren es im Jahr 1882 lediglich ca. 10%, so setzte sich diese Abwärtsentwicklung in den Folgejahren schleichend fort.

Die Auflösung der Ludwigseisenbahn AG erfolgte auf Beschluss der Hauptverwaltung im Jahr 1967. An dem verbliebenen Aktienkapital in Höhe von 0,4 Millionen Mark war die Stadt Fürth mit mehr als 50% beteiligt. Die Stadt Nürnberg hielt noch ca. 25% der Aktien. Die Süddeutsche Zeitung merkte in ihrer Ausgabe vom 18. Aug. 1967 an: "Mit dem dürren Beschluss über die Auflösung der Gesellschaft ist ein Kapitel deutscher Eisenbahngeschichte zu Ende."

Letzte Fahrt
v. W. R., Zeitungsausschnitt Stadtarchiv Fürth, entnommen dem Buch von Dagmar und Wolfgang Mück: "Setz dich auf die Eisenbahn ...", Verlag Schmidt GmbH, Neustadt/Aisch, ISBN 3-87707-057-4

Es war ´ne Feier ernster Art,
Denn nirgends wehten Fähnchen,
So machte seine letzte Fahrt
Das alte Ludwigsbähnchen.

Es ging nicht mehr zum Kirchweihschwof
Nach Fürth bei frohem Reigen,
Denn kurz schon hinter Muggenhof
Da stellte man die Weichen.

Am Wagendache wuchs das Moos,
Als rasselnd zog die Kette;
Es war ein Trauerzug von Doos
Zur "Alten-Eisen-Stätte".

Noch einmal im Maschinenrumpf
Da regte sich das Leben –
Dann gings zum Tode – ernst und stumpf,
Ohn´ Contredampf zu geben.

So wird auch unser Leben ziehn,
Wohl dem, der dies begriffen, –
Gleich einer Ludwigsbahnmaschin,
Die´s letzte Mal – gepfiffen.


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: 150JE, DAL, DEE, DLE, LUE, ZDZ

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