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Mahlmühle (Erlenstegen)

Im heutigen Stadtteil Erlenstegen, ehemals ein Vorort von Nürnberg, befanden sich zwei Mühlen. Die hier beschriebene Mahlmühle lag vermutlich auf dem Anwesen Erlenstegen 13 und/oder 10, nordöstlich des alten Dorfkernes (heute Zapfengasse 13). Konkret lässt sich ihr Standort nicht mehr bestimmen. Auch ihre Geschichte ist leider nur lückenhaft dokumentiert.


Im Gegensatz zu den anderen Nürnberger Mühlen, wird dieser Betrieb erst relativ spät erwähnt. Es kann angenommen werden, dass es sich bei der 1792 als "Mühle deren zu Wölkern" bezeichnete Anlage um die Erlenstegener Mahlmühle handelt. Das Anwesen bestand aus einem Wohnhaus, dem Mühlengebäude sowie Stallungen. Im Jahr 1811 ist in den Annalen noch ein Backofen verzeichnet. Dieser war nötig um das Gewerbe überhaupt ausüben zu dürfen. Ungewiss ist, ob Getreide gemahlen oder Malz gebrochen wurde. Den Antrieb erhielt das oberschlächtige Wasserrad durch einen abgezweigten Mühlbach vom sogenanten Tiefgraben.

Wahrscheinlich wurde der Betrieb am 17. Mai 1811 versteigert, weil der Müllermeister Paul Meyer die Gebäude an diesem Tag "als Meistbietender" erwarb. Die Mühle wurde zu dieser Zeit vermutlich auch als Ölschlägermühle betrieben. Ein erneuter Besitzerwechsel erfolgte am 16. Oktober 1828. Georg Zacharias Platner, der spätere Direktor der "Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft-Nürnberg", kaufte das Anwesen für 3.400 Gulden. Platner stellte sicherlich Schnupftabak her und betrieb somit eine Tabakmühle, in der er die Tabakblätter pulverisierte. Tabak durfte in jener Zeit infolge der Kontinentalsperre nur am Sitz eines Zoll- oder Mautamtes hergestellt werden, was Nürnberg vorweisen konnte.

1839 wechselte die Tabakmühle erneut den Besitzer. Der Tabakhändler Johann Philipp Kraft erwarb den Komplex mitsamt allen Rechten. Platner erzielte einen Verkaufspreis von 4.500 Gulden und 100 Kreuzer. Vermutlich verarbeitete Kraft weiterhin Tabak.

Nach Krafts Tod ging die Mahlmühle 1852 in den Besitz von Gottlieb Kleemann, der sie für 3.500 Gulden erwarb – eingeschrieben wurde sie auf den Namen seiner Frau Sabine. Die Kleemanns betrieben die Anlage kurze Zeit als Bronzemühle. Nur drei Jahre später erfolgte ein erneuter Besitzerwechsel. Die neuen Eigentümer, Johann Adam und Elisabeth Meisenbach, führten höchstwahrscheinlich die Bronzeherstellung fort. Da zu dieser Zeit Bronze wesentlich einfacher durch moderne mechanische und chemische Methoden hergestellt werden konnte, arbeitete der Betrieb vermutlich nicht sonderlich rentabel. Wie lange die Mühle betrieblich noch genutzt wurde lässt sich nicht genau sagen. Seit 1891 wurde das Anwesen Nr. 13 nur noch als Wohnhaus genutzt.

Die Erlenstegener Mahlmühle musste 1921/22 dem Bau des Naturgartenbads weichen. Auf einer Fotografie von 1922 ist zu erkennen, dass das Gebäude vor dem Abriss ziemlich heruntergekommen war. Ein Fotodokument des fortschreitenden Mühlensterbens. Das heutige Gebäude Zapfengasse 13 hat mit der ehemaligen Mühlenanlage nichts gemeinsam.


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: RIF, SLN

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