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Altstadtfest Nürnberg

Das Altstadtfest in Nürnberg erlebte im Jahr 2010 seine vierzigste Auflage und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Bei schönem Wetter zieht das Fest jährlich über eine Million Besucher an, und zwar nicht nur Gäste aus Nürnberg. Sogar aus München reisen eigens Besucher zum Altstadtfest an, obwohl zeitgleich das weltberühmte Oktoberfest stattfindet.


Angefangen hat die Geschichte des Altstadtfests in den frühen 70er Jahren. Der damalige Stadtrat, Horst Volk, hatte in dieser Zeit die Idee für diese Veranstaltung. Weil die Altstadt zwar über, teils berühmte, Kirchen verfügt, es aber keine traditionelle Kirchweih gab wie in den anderen Stadtteilen üblich, sollte ein Vergnügen für Nürnbergs Innenstadt entstehen. Volk erstellte ein 7-Tage-Programm und erzählte jedem davon, aber der Initiator verfügte nicht über die finanziellen Mittel und so verschwand das Projekt vorerst wieder in der Schublade.

Einer war jedoch begeistert von dem Vorhaben – Franz Bromig, ein Mann dem viele Beziehungen nachgesagt werden. Er war es auch der das Fischerstechen wieder ins Leben rief, welches in Nürnberg erstmals im Jahr 1592 belegt ist. Also traf man sich eines Tages mit einem Personenkreis aus Repräsentanten der Schausteller, Fremdenverkehrsdirektor und Brauereivertretern. Das Altstadtfest war geboren, zunächst allerdings nur in den Köpfen der Beteiligten. Es sollte noch ein mühevoller Weg werden bis alle Genehmigungen eingeholt, Künstler und Schausteller verpflichtet sind und der Segen der Stadtspitze eingeholt ist. Und, es sollte ein möglichst kostengünstiges Unterfangen werden, das durch ehrenamtliche Helfer organisiert werden sollte.

Im September 1971 war es soweit, das erste Altstadtfest wurde gefeiert. Für die Geselligkeit und Fahrgeschäfte stand die Insel Schütt zur Verfügung, die Verkaufsmesse, der Herbstmarkt, wurde auf dem Hauptmarkt abgehalten. Die Herbst- bzw. Egidienmesse auf Nürnbergs zentralen Platz hat eine lange Tradition. Die 14-tägige Veranstaltung fand bereits vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert statt. Ein Programmpunkt wäre beinahe gescheitert. "Die Bengertz brennd" (Pegnitz in Flammen), wollten Feurewehr und Ordnungsamt nicht genehmigen. Horst Volk soll gesagt haben: "Ich werde es trotzdem tun". Und er tat es auch, die Presse vermeldete spöttisch: "Die Pegnitz in Flämmchen".

Das Altstadtfest war ein Erfolg und deshalb gründete man am 2. November 1973 den "Förderverein Nürnberger Altstadtfest e. V." Erster Vorsitzender wurde Horst Volk, sein Stellvertreter war Heinrich Ehehard, der organisatorische Aufgaben übernahm. Egon Helmhagen der zwischenzeitlich seine Mithilfe angeboten hatte, war für die Veranstaltungen zuständig. Das Fest wuchs mit den Jahren und profilierte sich nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen.

Vieles was in Anfangszeit angeboten wurde, ist in heutiger Zeit nicht mehr machbar. Etwas wehmütig denkt der Autor an die Kahnfahrten, Kanu-Polo und Prominenten-Altstadtregatta auf der Pegnitz zurück. Auch die Reiterspiele auf der Wöhrder Wiese und das beliebte Seifenkistenrennen vom Halltertor zum Maxplatz gibt es nicht mehr. Gehalten haben sich das nicht minder beliebte Fischerstechen, oder die Pegnitz in Flammen mit abschließendem Feuerwerk. Darüber hinaus bietet das Altstadtfest während 12 Tagen ein umfangreiches Programm bei dem für viele Geschmäcker etwas dabei ist.

Einen kleinen Einbruch erlebte die Veranstaltung 1980. Die Insel Schütt wurde umgebaut und das Fest musste auf das damals noch unbebaute Kreuzgassenviertel umziehen. Dies war für den Förderverein auch mit finanziellem Aufwand verbunden. Auf dem Areal war kein Strom vorhanden, es mussten Kabel verlegt und ein eigenes Trafohäuschen errichtet werden.

Noch vor Fertigstellung der Insel Schütt, wurde 1984 der "Markt der Gastlichkeit" konzipiert. Horst Volk wollte 5 Zelte mit einem Fassungsvermögen von je 200 Personen aufstellen, allerdings fehlte hierzu das Geld. Herr Hofmann (Zelte Hofmann) hatte die Idee von kleinen Fachwerkhäuschen für die gastronomische Nutzung. Das Modell einer Schreinerei in Hetzles begeisterte die Macher, allerdings stellte auch hier der Preis ein Problem dar. 14.000 DM sollte eine 5 x 5 m große Hütte kosten. Vergleichsangebote fielen nicht deutlich günstiger aus. Schließlich bot man den Wirten an, ein, zwei oder drei solcher Festhäuschen zu kaufen, was auch umgesetzt wurde.

Als das Altstadtfest 1985 wieder auf die Insel Schütt zurückziehen konnte, waren dort ca. 40 dieser hölzernen Fachwerkhäuser aufgebaut. 2010 waren es 50 dieser Bauten (betrieben von 18 Festwirten), die den Charme dieses Festes ausmachen. Keine Bierzelte für tausende Gäste, sonder kleine, gemütliche Hütten. Auch der Hans-Sachs-Platz ist seit langer Zeit in den "Markt der Gastlichkeit" mit einbezogen. Angeboten werden überwiegend regionale Schmankerl, auch der Gerstensaft stammt von kleinen und größeren Brauereien aus der Metropolregion. Wegen der Tiefgarage unter der Insel Schütt mussten die Fahrgeschäfte ausgelagert werden, da die Tragfähigkeit des Garagendachs nicht ausreichte. Der Vergnügungspark ist derzeit am Gewerbemuseumsplatz beheimatet und von der Insel Schütt bequem über die Agnesbrücke zu erreichen.

Eine Übersicht des Kulturprogramms während der 12 Festtage, enthält das seit 1975 erscheinende Programmheft, welches inzwischen auf ca. 60 Seiten angewachsen ist. Höhepunkte bilden alljährlich das bereits erwähnte Fischerstechen auf der Pegnitz, oder "Wer ko der därf", ein Wettbewerb für unentdeckte Talente auf der großen Bühne am Hauptmarkt. Auch das Travestie-Cabaret und die "Pegnitz in Flammen" sind Publikumsmagnete. Neben den Konzerten auf der Haupmarkt-Bühne finden weitere Darbietungen auch im Katharinenkloster statt. Für kleine Besucher spielt fast täglich das Kasperltheater auf der Festplatzbühne Insel Schütt.

Der "Förderverein Nürnberger Altstadtfest e. V." hat momentan etwa 40 ehrenamtliche Mitglieder, die in Urlaub und Freizeit unentgeltlich dafür arbeiten, dass das jährliche Altstadtfest zu einem der schönsten Publikumsfeste Deutschlands wird. Die ca. 60 Veranstaltungen werden durch die Pachteinnahmen finanziert. Auch der Glühweinstand des Vereins auf dem Christkindlesmarkt erwirtschaftet Gewinne, die dem Kulturprogramm zugute kommen. Für soviel ehrenamtliches Engagement, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön von einem Altstadtfest-Liebhaber.

Die nächsten Altstadtfest-Termine:
12. - 23. September 2013
18. - 29. September 2014
17. - 28. September 2015


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: 40NA, SLN

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