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Bardentreffen Nürnberg

Das Nürnberger Bardentreffen hat seinen Ursprung in einem Liedermacherfestival, welches erstmals 1976 organisiert wurde. Seit einigen Jahren hat sich die Veranstaltung zum größten "Umsonst-und-Draußen-Festival" Deutschlands entwickelt und ist mittlerweile "die kulturelle Magnetveranstaltung" Nürnbergs (Die Zeit). Der Kultur- und Bildungsserver für den Großraum Nürnberg, kurz kubiss, definiert das Bardentreffen folgendermaßen:

[kubiss.de]
"... Das musikalisch-inhaltliche Konzept steht auf den drei Säulen "Traditionen", "Trends" und "Experimente", in dem – ohne beliebig zu sein – der Liedermacher der alten Schule ebenso seinen Platz hat wie traditionelle Volksmusiken verschiedener Herkunft und deren zeitgemäße Weiterentwicklungen, aktuelle musikalische Trends sowie musikalische und gesangliche Experimente. ..."
[/kubiss.de]


Das Bardentreffen wurde, wie eingangs erwähnt, 1976 im Rahmen der Hans-Sachs-Feiern ins Leben gerufen. Anlässlich des 400. Todestags des berühmten deutschen Dichters initiierte die Stadt Nürnberg in diesem Jahr ein Bürgerfest unter dem Motto "Spiel mit Sachs". Zu damaliger Zeit war das Bardentreffen ein reines Amateur-Festival deutscher Liedermacher. Ein Wochenende lang wurde dabei durch eine Jury der/die Beste aus diesem Genre ermittelt. Bei diesem Sängerwettstreit waren auch Preise ausgelobt und der/die Sieger/innen durften am Sonntagabend das Abschlusskonzert bestreiten.

Nachdem man den Jury-Gedanken aufgegeben hatte, entwickelte sich die Veranstaltung zum Weltmusik-Festival und zieht jährlich zehntausende (ca. 200.000, 2008) von Freiluft-Musikliebhabern in die Noris. Was nicht heißt, dass Singer/Songwriter oder Liedermacher außen vor bleiben, wobei die Grenze zum gängigen Rock- und Popkonzert manchmal fließend ist. Einzig reine Instrumentalgruppen haben (bislang) keine Chance.

Was macht den Reiz des Bardentreffens aus? Liegt es nur am kostenfreien Eintritt? Mit Sicherheit nicht! Es ist das Flair, die einzigartige Atmosphäre innerhalb Nürnbergs Stadtmauern. Das Bardentreffen findet nämlich nicht auf der "grünen Wiese", sondern mitten in der Stadt statt. Zahlreiche Spielstätten wie Hauptmarkt, Ruine der Katharinenkirche, Sebalder und Lorenzer Platz, Trödelmarkt, Insel Schütt oder Kreuzigungshof (Heilig-Geist-Spital) bilden die Kulisse für die Konzerte. Während frühere Spielorte wie Burggraben oder Tiergärtnertorplatz (momentan) nicht mehr genutzt werden, konzentriert sich das Geschehen hauptsächlich auf die innere Altstadt. Bequem gelangt man so zu Fuß in wenigen Minuten von Bühne zu Bühne. Das ist es wahrscheinlich, was (auch) bei Gästen aus aller Herren Länder den Reiz dieser Veranstaltung ausmacht. Man schlendert von Spielort zu Spielort, vorbei an "inoffiziellen" Straßenmusikanten und genießt nebenbei noch die Sehenswürdigkeiten Nürnbergs. Da einige Konzerte zeitgleich stattfinden, zieht während des Bardentreffens ein endloser Besucherstrom durch die Altstadt, viele wollen ja überall mal reinhören. Wessen Gehör eine musikalische Auszeit braucht, der erreicht Nürnbergs Einkaufsmeilen ebenfalls in wenigen Minuten.

Dass das Bardentreffen kein historisierendes, sondern ein aktuelles Festival ist, und trotzdem missverstanden werden kann, zeigt eine Begebenheit aus dem Jahr 1986. Wolf Biermann dachte er sei als Dozent zu einem Liedermacher-Seminar eingeladen und wunderte sich über die 5.000 wartenden "Teilnehmer", dann spielte er dreieinhalb Stunden lang.

Alljährlich steht das Nürnberger Bardentreffen nun unter einem anderen Motto. Neben länderspezifisch-musikalischen Themen werden auch andere Anlässe in das Musik-Festival einbezogen. So lag der Schwerpunkt 2006, anlässlich der Landesausstellung "200 Jahre Franken in Bayern", auf fränkischem Lied- und Wortgut und 2010 werden wegen des Eisenbahnjubiläums (175 Jahre deutsche Eisenbahn) "Railroad-Songs" im Mittelpunkt stehen.

Das auch ohne Eintritt ein hochkarätiges Programm geboten wird, zeigt ein Blick in die Künstlerlisten vergangener Jahre. Renommierte Bands und Liedermacher aus dem In- und Ausland gastierten auf den Altstadt-Bühnen: Joan Armatrading, Leningrad Cowboys, Klaus Lage, Heinz-Rudolf Kunze, Mathilde Santing, Alan Stivell, Konstantin Wecker, Fiddlers Green, aber auch lokale Größen wie Günter Stössel, Wolfgang Buck und Dan Reeder waren vertreten, um nur einige zu nennen.

Damit das Bardentreffen weiterhin als größtes Umsonst-und-Draußen-Festival veranstaltet werden kann, gibt die Stadt jährlich ca. 250.000 Euro aus, zusätzlich unterstützen zahlreichen Sponsoren das einmalige Open-Air-Event.

35. Bardentreffen, 30. Juli bis 01. August 2010, Schwerpunkt "Railroad-Songs"

Das 35. Bardentreffen stand ganz im Zeichen des Bahnjahrs 2010. Anlässlich des Eisenbahnjubiläums "175 Jahre deutsche Eisenbahn" drehte sich alles um Railroad-Songs.

Arlo Guthrie, Sohn von Folklegende Woody Guthrie, war zu Gast. Ebenso trug der (Boogie-Woogie)-Pianist Axel Zwingenberger, der in den 90er Jahren den Bildband (mit 2 CDs) "Vom Zauber der Züge" herausbrachte, Titel zum Thema Railroad-Songs bei. Mit von der Partie war auch der Deutsch-Kanadier Michael Kaeshammer, ein Multitalent an den Tasten, sowie dutzende weitere Künstler aus aller Welt.

Eisenbahnjubiläum 2010


Bardentreffen 2013: 26.-28.07.2013

Das diesjährige Bardentreffen steht unter dem Motto "24 Grad Ost". Es stehen also Musiklandschaften entlang des 24. Längengrades im Mittelpunkt. Etwa ein ein Fünftel der ca. 70 Bands kommen aus östlichen Gefilden. Weitere Informationen unter:

Offizielle Homepage des Bardentreffens
Bardentreffen auf kubiss.de



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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: SLN

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