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Nürnberg

Hochwasser und Hochwasserbekämpfung in Nürnberg

Die Pegnitz, uns heute als gemütlich fließender Fluss bekannt, musste in früherer Zeit viele Hochwasser aufnehmen. Bereits seit dem Jahr 1300 sind in den Nürnberger Chroniken Hochwasserkatastrophen dokumentiert.

Das verheerende Hochwasser, in den ersten drei Monaten des Jahres 1595, nahm mit einem sehr harten und kalten Winter und einem Warmlufteinbruch am 24.1.1595 seinen Anfang. Es war eine Hochwassersequenz die viel Schaden anrichtete und am 5., 8., und 10.3.1595 mit drei Hochwasserwellen ihren Höhepunkt erreichte. Der Henkersteg wurde mitsamt acht Schaulustigen von den Fluten mitgerissen. Auch die anderen Holzstege und die Mühlen wurden in arge Mitleidenschaft gezogen – das Treibeis zerstörte Wasserräder und Rechen. Die drei Hochwasserwellen im März gaben den seit Januar, bereits angeschlagenen Bauten den Rest. Beschädigte Stege brachen endgültig zusammen, Mauern stürzten ein und Fundamente wurden unterspült.

Durch das Jahrhunderthochwasser vom 4./5. Februar 1909 musste die Pegnitz eine enorme Wassermenge aufnehmen. Statt den durchschnittlich gemessenen 10-12 cbm/Sekunde flossen 430 cbm/Sekunde durch das Stadtgebiet.


Katastrophale Hochwasser in den Jahren:
1342, 1413, 1452, 1501, 1551, 1595, 1682, 1746, 1784, 1799, 1849 und 1909

Grosse Hochwasser in den Jahren:
1300, 1307, 1336, 1358, 1369, 1400, 1410, 1417, 1432, 1433, 1434, 1440, 1445, 1457, 1491, 1502, 1533, 1537, 1546, 1557, 1565, 1573, 1576, 1585, 1602, 1620, 1630, 1635, 1645, 1655, 1661, 1685, 1709, 1732, 1761, 1768, 1803, 1830, 1845, 1848, 1850, 1862 und 1876

Mittlere Hochwasser in den Jahren:
1356, 1360, 1367, 1372, 1380, 1381, 1480, 1511, 1545, 1556, 1558, 1564, 1567, 1579, 1588, 1601, 1610, 1618, 1631, 1649, 1669, 1675, 1677, 1687, 1692, 1698, 1716, 1748, 1759, 1762, 1776, 1811, 1819, 1823, 1835, 1852, 1860, 1869, 1870, 1880, 1883, 1888, 1893, 1897, 1903, 1920, 1927, 1945, 1947 und 1956

Ein Mathematiker könnte aus diesen Jahreszahlen wahrscheinlich einen periodischen Zyklus errechnen. Tatsache ist: Die allermeisten Hochwasser traten im Winter oder Frühling auf, bedingt durch Eisgang, Dauerregen oder Schneeschmelze. Das schwere Hochwasser in Nürnberg von 1342 fand eigenartiger Weise im Sommer statt. Die hochwasserreichsten Phasen waren zwischen 1530 und 1710, die schwächeren Phasen zwischen 1620 und 1650.

Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser in Nürnberg

Über die Jahrhunderte wurde viel über Maßnahmen gegen Hochwasser diskutiert – gehandelt wurde nie. Einmal konnten die Mühlenbetreiber ein notwendiges Handeln verhindern und ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen, ein anderes Mal wurden die Gegenmaßnahmen "einfach vergessen", weil die Katastrophen teilweise nur alle zwei oder drei Generationen auftraten. Nach dem Jahrhunderthochwasser von 1909 plante man jedoch u. a. einen 3 km langen, unterirdischen Hochwasserstollen, der vom Rathenauplatz, unter der Burg und dem Tiergärtnertor, bis zur Brückenstrasse führen sollte. Doch diese und weitere Maßnahmen konnten wegen Ausbruchs des Ersten Weltkriegs und der darauf folgenden wirtschaftlich schwachen Zeit nicht verwirklicht werden.

Erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs, bot sich die Möglichkeit die zerstörte Nürnberger Altstadt hochwassersicher zu machen. Durch Berechnungen und Modellversuche wurde ein neues Konzept erarbeitet. Das Flussbett wurde ausgebaut, die Ufermauern erhöht, die Mühlen beseitigt und neue Stauwehre errichtet. Eine der heute noch gut sichtbaren Maßnahmen, war der Bau (1951-1958) eines 140 m langen, 10 m breiten und 4 m hohen Hochwassertunnels zwischen Museumsbrücke und Trödelmarktinsel. Ein ähnliches Hochwasser wie das von 1909 könnte der Nürnberger Altstadt heute (wahrscheinlich) keinen Schaden mehr zufügen. Austesten möchte dies freilich niemand.


Aktuelle Hochwasserwarnungen für für die Stadt Nürnberg u. d. Lkr. Nürnberger Land
Aktuelle Hochwasserwarnungen für Bayern


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: SLN

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