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Nürnberger Geigenwerk

Das Nürnberger Geigenwerk ist/war ein flügelförmiges Streichklavier bei dem die Saiten nicht durch Hammermechanik angeschlagen, sondern gestrichen werden. Konstruiert wurde das Instrument von Hans Haiden (auch Heyden).


Hans Haiden (1536-1613) entstammte einer Nürnberger Musikerfamilie, wählte aber Kaufmann als Beruf und handelte mit Kupfer. Nebenbei betätigte er sich als Organist in den Kirchen von St. Sebald (1567-71) und St. Egidien (1574-85).

Bereits von Leonardo da Vinci sind Zeichnungen zu einem Streichklavier erhalten. Haiden konstruierte und baute sein Nürnberger Geigenwerk, wie er es nannte, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. 1575 lieferte er ein Instrument an den Kurfürsten von Sachsen. Wie eingangs erwähnt handelt es sich beim Geigenwerk (auch Bogenflügel oder Geigenklavizimbel) um ein Streichklavier dessen Saiten mit einem über Pedale betriebenen Pferdehaarband angestrichen wurden. Dieser Aufbau erlaubte vollgriffiges mehrstimmiges Musizieren, sowie eine Kontrolle der Dauer und Lautstärkenkurve.

Schon zu Haidens Zeit wurde seine Konstruktion nachgeahmt. Es gab später auch verbesserte Versionen bei denen haftfähige Räder zur Tonerzeugung zum Einsatz kamen, ebenso ersetzte man die Darm- durch Metallsaiten. Hans Haiden erhielt für die letzte Version seines Nürnberger Geigenwerks kaiserliche Privilegien – 1601 von Rudolf II. und 1612 von Kaiser Matthias.

Auf Wikipedia.de wird die Funktionsweise wie folgt beschrieben:
"... Bei diesem Instrument wird durch das Drücken einer Taste die über einen Haken verbundene Saite gegen ein Rad geführt. Da es keinen Druckpunkt gibt, intonieren die Saiten abhängig vom Tastendruck. Um die große Zahl der Saiten zu streichen, gibt es mehrere nebeneinander angeordnete Räder, denen jeweils mehrere Saiten zugeordnet sind. Das Geigenwerk wird von zwei Personen bedient. Eine Person muss mit Hilfe einer Kurbel die Räder in Bewegung setzen, die andere spielt auf den Tasten. ..."

Haiden soll insgesamt 23 seiner Instrumente gebaut und verkauft haben, es hat sich aber keines seiner Geigenwerke erhalten. Beschrieben und in einer Skizze dargestellt wird es jedoch in "Syntagma musicum II" im Jahr 1619 von Michael Praetorius. Im "Musée Instrumental" in Brüssel befindet sich ein Streichklavier, bei dem es sich wahrscheinlich um den vereinfachten Nachbau eines Nürnberger Geigenwerks handelt, welches vom Spanier Fray Raymundo Truchado aus dem Jahr 1625 stammt. Noch bis ins 19. Jahrhundert, vereinzelt bis in unsere Zeit (Dr. Fritz Görschen), haben Konstrukteure und Musiker mit dieser Instrumentenart experimentiert (s. Wikipedia).


Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: SLN
Streichklavier auf Wikipedia

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