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Trempelmarkt Nürnberg

Der Trempelmarkt in Nürnberg ist einer der größten Flohmärkte der Bundesrepublik. Sein Name geht auf den heutigen Trödelmarkt zurück, ein Platz auf der Pegnitzinsel unterhalb der Fleischbrücke. Auf diesem Areal fand seit dem 16. Jh. ein Verkauf von Alt- und Gebrauchtwaren, (im 18. Jh. auch "Tendel- bzw. Trändelmarkt" genannt) für die Sebalder Stadtseite statt, das 1809/1810 in Trödelmarkt umbenannt wurde.


Der Trempelmarkt wurde erstmals im Dürerjahr 1971 abgehalten. Vorbilder waren die berühmten Märkte in London oder Paris. Der Trempelmarkt wurde vom damaligen Wirtschaftsreferenten Wilhelm Doni und Werner Maar "erfunden". Recht überschaubar ging es im Mai 1971 auf und um den Hauptmarkt zu. Rund 100 Händler, überwiegend Privatpersonen, boten ihren gebrauchten Hausrat, Schallplatten, Bücher, Kuriositäten oder Nippes feil. Man zählte etwa 32.000 Besucher. Damals stand der Spaßaspekt noch im Vordergrund, es war eine Art Volksfest mit Gaudifaktor.

Die NN schrieben von einem "Riesenerfolg". Auch die Händler waren mit den Umsätzen bei der Erstauflage zufrieden. Man plante sogar, den Trempelmarkt drei- oder viermal im Jahr stattfinden zu lassen. Beim zweiten Markt im September gleichen Jahres, verdreifachten sich sowohl Händler-, als auch Besucherzahl. Auch Promis wie etwa CSU-Fraktionschef Georg Holzbauer trempelten damals mit.

Der Trempelmarkt entwickelte sich rasch, bereits 1973 boten 1.850 Händler ihre Waren an. Der Markt war längst weit über die Grenzen Nürnbergs bekannt, was auch Nachteile mit sich brachte. Reichte es anfangs aus, sich am Samstag frühestmöglich einen Platz zu sichern, musste man in den Folgejahren spätestens am Freitagabend seinen Claim abstecken. Aber auch das hatte seinen Reiz, einmal mitten auf dem Hauptmarkt zu übernachten, wobei an Schlaf nicht zu denken war, wie der Autor aus eigener Erfahrung berichten kann.

1976 hatte sich der Trempelmarkt zu einer Mammutveranstaltung entwickelt, der Haupmarkt reichte nicht mehr aus, sodass die Marktfläche um angrenzende Areale erweitert wurde. Die Nürnberger Nachrichten schrieben von "unerträglichen Auswüchsen" und die angrenzenden Geschäfte klagten über Behinderungen. Dreimal im Jahr mussten sie den Flohmarkt erdulden. Um der Lage Herr zu werden dachte die Stadt sogar über eine Verlegung auf die Insel Schütt, oder gar auf die Große Straße am Dutzendteich nach.

Seit 1983 beschränkte man sich auf ein zweimaliges Abhalten pro Jahr, dafür wird bereits am Freitagnachmittag "getrempelt". Längst ist ein Großteil der Fußgängerzone (Kaiserstraße, Königstraße, Karolinenstraße) als Marktfläche mit einbezogen. Die anfänglich herrschende familiäre Atmosphäre ist Geschichte. Lustige "Marktschreier" die "Pegnitz-Potenz-Wasser" oder "echte ostdeutsche Erde" feilbieten sind passé, professionelle (Antiquitäten)Händler haben die Oberhand. Etwa 4.000 Anbieter warten zweimal jährlich auf ca. 200.000 Besucher. Wenn man auf die Kennzeichen auf der im Umfeld geparkten Anhänger und Transporter blickt, findet man nicht nur deutsche Nummernschilder aus der ganzen BRD, auch holländische, englische, österreichische oder belgische Exemplare sind vertreten. Es muss sich für gewerbliche Händler also rechnen, einen Abstecher nach Nürnberg zu machen.

Dennoch, der Trempelmarkt ist nach wie vor beliebt. Trotz allem Kommerz finden Sammler und Jäger Objekte ihrer Begierde, allerdings gilt auch hier: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Nach wie vor erhalten haben sich die nur für Kinder reservierten Trempelzonen rund um die Frauenkirche und im Plobenhof.

Der Trempelmarkt findet jeweils am zweiten Samstag im Mai und September statt. Für bestimmte Zonen sind kostenpflichtige Platzkarten erforderlich, die man meist acht Wochen vor der Veranstaltung buchen kann, seit 2009 auch online. Für Privatpersonen und Gewerbetreibende fallen derzeit (2012) folgende Gebühren an:
2,94 Euro pro qm und Markttag für nicht reservierte Plätze (für Spontantrempler)
6,70 Euro pro qm für beide Markttage für vorreservierte Plätze
(Alle Angaben ohne Gewähr)


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: SLN; "Hippie-Flair mitten in der Innenstadt" v. Anette Röckl, im "Sonntagsblitz" v. 03.07.2011

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