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Nürnberg

Feuerordnung in Nürnberg aus dem Jahr 1544

Neben den Hochwassern war auch das Feuer eine gefürchtete Naturgewalt in der eng bebauten Reichsstadt Nürnberg. Deshalb gab der Rat der Stadt ein sogenanntes "Feuerbüchel" heraus, in dem Verhaltensweisen und Aufgabenteilung festgelegt waren. Praktisch ein Handbuch für den Fall der Fälle. Hier ein Auszug aus dem Jahr 1544.


"So sich zutregt das Feuer allhie ausskumpt welches Gott gnedidlich verhütten wöll. So sollen zum selben Feuer die nachfolgenden Handtwerker und Personen fürderlich lauffen helffen, retten und leschen. Nemlichen. Alle Staynmetzen, Zymmerleut, Dachdecker, Düncher, Pflasterer, Klayber (Lehmkleber), Pader, Palnbinder. Dessgleichen sollen auch die Wirt so Pferdt haben und viel Furleut beherbigen ersucht werden mit iren Pferdten und Knechten Wasser fürn zu lassen und mit iren Gesten handlen ob sie mit iren Pferdten auch faren lassen.

Auch so ist geordnet das mit der Peundt (Bauhof) stettigs Sechs Geladener Wägen warten sollen. Nemlich zwen mit großen Laitern Hacken und Hebspiesen. Die andern zwen ein yeder mit Achtzig Lyderen (ledernen) Aymen (Eimern) und Achtzig Fackeln beladen sein.

Man soll auch Jerlich den vier Thürnern (Türmern) anzeygen und befelhen mit dem anschlagen nachfolgende maß zu halten. Nemlich wann ein feuer aufgeht das sie plasen und als bald ein Feuer Pfannen gegen dem Feuer aushencken und so sie anheben anzuschlagen so sollen sie in der Ersten fluchs und eylends anschlagen damit das gesindt dester mer zum Feuer eylet und so sie vermainen das die Bürger geweckt und zu Feuer geloffen das sie alsdann mit dem anschlagen gemach thun aber wol sollen sie für und für plasen.

Daneben sol auch einen yeden ein geschmeydigs klein Permentes Registerlein (Verzeichnis) zugestellt und darein die nachfolgenden Artikel verzeychent sein die ein yeder stettigs bey sich haben kann:
Nemlich
Wo die Aymer und Sprützen gefunden werden.
Wo der Vischpach abzuschlagen und die Schutzpretter zu finden sein.
Wo die Wasser Kuffen stehen.
Wo die Leytern hencken.
Wo die Wasser Schuffen (Schöpfer) an der Pegnitz sein."


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: NHL, SLN

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