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Norisring – Norisring-Rennen

Der Norisring ist keine permanente Rennstrecke, er wird nur einmal im Jahr, dann wenn die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) in Nürnberg zu Gast ist, abgesperrt. An anderen Tagen dienen Teile des Norisrings dem ganz normalen Straßenverkehr.


Die ersten Autorennen in Nürnberg fanden anlässlich der Motor-Fahrzeug-Ausstellung im Jahr 1900 statt, allerdings nicht auf dem heutigen Norisring. Da Nürnberg einst als Hochburg der deutschen Zweiradindustrie galt, fand auf dem namenlosen Rundkurs um die Zeppelintribüne 1938 das erste Motorradrennen statt. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg, am 18. Mai 1947, ließ man diese Veranstaltung wieder aufleben und zog 60.000 Zuschauer auf das Zeppelinfeld. Um Autorennen in drei Klassen ergänzt, zählte man im Folgejahr bereits 180.000 Besucher. Organisiert wurden die Wettfahrten vom Motorsportclub Nürnberg (MCN). Trotz Benzin- und Nahrungsmittelknappheit in der frühen Nachkriegszeit, konnte der Club, unter tatkräftiger Mithilfe der amerikanischen Besatzer, diese Veranstaltung auf die Beine stellen.

Der Norisring wird seit 1950 so genannt. Ermittelt wurde die Bezeichnung in einem Preisausschreiben, bei dem der Gewinner ein Kleinkraftrad mit nach Hause nehmen durfte. Seit 1952 fanden die Rennen mit internationaler Beteiligung statt. Aber, die Krise in der Motorradindustrie – Hercules, Zündapp, Triumph, Ardie, Victoria und Mars waren in der Noris ansässig – beendete vorerst die Motorradrennen "mit der gesamten Spitzenklasse der Solo- und Seitenwagen-Rennfahrer" wie es auf einem Plakat hieß. 1958 und 1959 war es still am Norisring, die Rennen wurden ausgesetzt.

Einen Neuanfang wagt der MCN am 4. Juli 1960. Erstmals sind nur Autos am Start und die "Nürnberger Nachrichten" schrieben im Sportteil: "Nürnberg hat wieder sein großes Sportereignis! Das zum Leben erweckte Norisring-Rennen war ein voller Erfolg." Der Streckenverlauf änderte sich seit Anbeginn mehrfach und auch die Motorräder kehrten wieder an den Stadtkurs zurück. Bis 1976 standen teilweise gemischte Rennserien auf dem Programm, was der beliebten Veranstaltung sicherlich zuträglich war.

Die "200 Meilen von Nürnberg", Rennen ausschließlich für PS-starke Sportwagen und GT-Fahrzeuge, sind in den Folgejahren ein fester Programmpunkt im Motorsportkalender. Für eine imposante Geräuschkulisse sorgten bis 1987 die Rennen (zeitweise mit WM-Prädikat) der Sportwagen-Prototypen, welche über 100.000 Zuschauer auf das Zeppelinfeld lockten. Danach hielten die Tourenwagen Einzug am Norisring und dies hat sich bis heute nicht geändert.

Im Kalender der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM), die 1984 mit seriennahen Rennwagen ihren Anfang nahm, hat sich das Norisring-Rennen fest verankert. Dies änderte sich auch nicht als F-1-Chef, Bernie Eccelstone, die Rennserie ab 1995 unter seine Fittiche nahm, und versuchte die Veranstaltungsserie mit Hightech-Tourenwagen international zu vermarkten. Das Projekt hatte aber nicht lange Bestand. Die Internationale Tourenwagen Meisterschaft (ITC) fand im Ausland nicht den erhofften Anklang und auch im Inland wurde der Besucherandrang weniger. Grund hierfür dürfte auch die restriktive Politik des Briten gewesen sein, die Serie war für Motorsportfans zu anonym. Hautnaher Kontakt zwischen Rennteams und Besuchern, so wie es heute am Norisring üblich ist, war nicht möglich. Auch für die Rennställe stellte die ITC einen erheblichen, finanziellen Mehraufwand dar, mit der Folge das Opel und Alfa ausstiegen.

Bis 1999 kämpften verschiedene Rennserien auf dem Nürnberger Rundkurs um Sieg und Punkte. Erst im Jahr 2000 hielt die DTM, jetzt als Deutsche Tourenwagen Masters bezeichnet, wieder Einzug am Norisring. Das "Mekka der Tourenwagen" erlebte eine Wiedergeburt. Allerdings haben die Fahrzeuge der Meisterschaft wenig mit denen aus der Anfangszeit gemein, man müsste sie eher als Tourenwagen-Prototypen bezeichnen. Mit den Partnerrennserien und Veranstaltungen im Rahmenprogramm ist das Rennwochenende in der Frankenmetropole wieder ein Anziehungspunkt für Motorsportfreunde aus nah und fern.

Eines hat sich bis heute nicht geändert, das Int. ADAC Norisring Speedweekend gilt bei Besuchern wie Rennteams als Highlight im Rennkalender. Die Teams schlagen gern ihre Hospitality-Zelte am Ostufer des Dutzendteichs auf um ihre Gäste zu bewirten – Seeblick inklusive. Da das Rennen auf einem Stadtkurs rund um die Steintribüne stattfindet, und die Rennstrecke unmittelbar am Gewässer liegt, wird der Norisring oft als "Klein-Monaco" bezeichnet.

Dieser Beitrag wäre nicht komplett ohne den jahrzehntelangen Macher zu nennen: Gernot Leistner, der über 40 Jahre als Rennleiter fungierte und aktuell (2010) noch als Organisationschef tätig ist. Ohne ihn und seine Helfer wäre das Norisring-Rennen nicht das was es heute ist – eine Topveranstaltung im internationalen Motorsport.

Aber auch ohne die unzähligen, ehrenamtlichen Helfer der Motorsportclubs aus der Metropolregion, die Freizeit und Urlaub opfern, wäre so ein Großereignis nicht zu stemmen. Der Autor, ein bekennender Norisring-Fan, bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich.


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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: SLN, Sonntagsblitz v. 04.07.2010, "Sportfans auf Namenssuche" von Alexandra Voigt
Im Netz:
http://www.norisring.de/...


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