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Rabus

Rabus bezeichnet das einstige Arbeiterviertel zwischen Gibitzenhof und Lichtenhof. Die Bevölkerung dieses "Einwanderstadtteils" setzte sich überwiegend aus Zuwanderern aus der ländlichen Umgebung zusammen.


Während des industriellen Aufstiegs Nürnbergs siedelten sich in der Südstadt im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts große Betriebe an. So etwa die Siemens-Schuckert-Werke und die MAN. Durch den daraus resultierenden Personalbedarf zogen die Arbeiter möglichst in die Nähe ihrer Arbeitsstätte. Der Rabus bezeichnete in etwa das Gebiet zwischen Franken-, Markgrafen- und Gugelstraße. Das Viertel, welches eine hohe Wirtshausdichte aufweisen konnte, wurde 1899 eingemeindet.

Bis zum Zweiten Weltkrieg hatten die Rabuser ihre eigene Kirchweih, obwohl der Rabus keine eigene Kirche besaß. Woher der Name kam und warum die Bewohner ihr Viertel so bezeichneten konnte der Autor bislang nicht herausfinden. Aber es gab einen "Rabuser Freundeskreis" zu dessen 50-jährigen Bestehen eine Festschrift herausgegeben wurde, in der die Gepflogenheiten der Rabuser, ihre Wirtschaften und die Kärwa beschrieben sind. Hier ein amüsanter Auszug:

"Die zahlreichen Gastwirtschaften – mindestens an jeder Straßenecke war eine – waren fester Bestandteil der alltäglichen Feierabendgestaltung. Man ging in die Wirtschaft, die einem am besten behagte oder am nächsten lag – und so war das ganze Jahr über die Grundlage für eine gesunde Kommunikation gegeben. Machte man abends durch die Rabuser Straßen einen Spaziergang, so konnte man meist aus den Wirtschaften etwa ab 9 Uhr abends fröhlichen Gesang hören.

(...) Die Neuangesiedelten – alle aus bäuerlicher Landschaft kommend -– hatten alle die Gewohnheit mitgebracht, ihre Kirchweih zu feiern. Daraus resultiert die Entstehung der Rabuser Kärwa. Die Rabuser Kärwa in der ersten Augustwoche war weit über Rabus hinaus ein beliebtes Ereignis. Zahlreiche Bürger anderer Stadtteile feierten mit. 17 Gaststätten gab es seinerzeit in Rabus. Alle schmückten sich mit Birkenbäumchen und hatten die auf die Schlachtschüssel hinweisende Saublase an der Tür hängen. Entlang dieser mit Bäumchen geschmückten Gaststätten konnte man auch die Grenzen von Rabus erkennen. (...) Gefeiert wurde Samstag, Sonntag, Montag und Mittwoch. In allen Gaststätten war Musik und alle Tage hindurch ein reges Leben. ..."


Im Weiteren werden noch einige Wirtschaften genannt, wie etwa die "Waldspitze" in der Sperberstraße, der "Kreuzweg" und der "Fohlenhof" mit Saal und Tanz. Die zu einer Kirchweih gehörenden Stände, Buden und Fahrgeschäfte standen auf einem Areal im Bereich Frankenstraße, der "bis zum 2. Weltkrieg ein großer freier Platz" war. Besonders erwähnt werden die aufspielenden Musiker, die meist aus dem eigenen Viertel kamen.



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Text: mw
Fotos:
Verwendete Literatur: GAN2, SLN, SSG

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