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Weinmarkt

Der Weinmarkt in der Sebalder Stadthälfte hat seinen Namen bis in die heutige Zeit behalten. Die Namensgebung erfolgte in reichsstädtischer Zeit, als auf diesem Platz der Nürnberger Weinhandel stattfand. Umgeschlagen wurden Weine vom Main, Neckar Rhein sowie von der Tauber. Da die Trinkwasserqualität früher unzureichend war, zählten Wein und Bier nicht nur als Genussmittel, sondern gehörten zu den Grundnahrungsmitteln. Deshalb war der Nürnberger Weinmarkt ein wichtiger Handelsplatz der Stadt. Über 100 auswärtige Händler kamen am Markttag auf den Umschlagplatz und verkauften ihre Weine direkt vom Fuhrwagen. Schon damals gab es strenge Regelungen für den Handel – es wurden sogar eigene "Hüter" für die Einhaltung der Vorgaben eingesetzt.


In 16. Jh. hatte der Weinmarkt eine größere Ausdehnung als in unserer Zeit, denn der Platz erstreckte sich bis in die heutige Karl- und Winklerstraße hinein. Er bezeichnete auch eines der acht reichsstädtischen Stadtviertel: Das Weinmarktviertel, welches im Norden an das Milchmarktviertel und im Osten das Salzmarktviertel angrenzte. Etwa 3.200 Bewohner zählte man 1620 in diesem Stadtteil.

Der Weinhandel wurde ab 1528, andere Quellen sprechen von 1611, vom namensgebenden Platz auf den "Neuen Bau", den heutigen Maxplatz, verlagert. Dort diente das, 1448-48 als Sondersiechenhaus errichte, Weinstadel als Weinlager. Hier und im Leistenkeller (ehemals nördlich des Hauses Weinmarkt 11) wurden die nicht verkauften Weine bis zum nächsten Markttag eingelagert.

Im Anwesen Weinmarkt 6, dem ehemaligen Praunschen Stiftungshaus, wurde bis 1801 das Praunsche Kunstkabinett – einst die größte und bedeutendste private Kunstsammlung Nürnbergs – aufbewahrt. Das Ensemble Weinmarkt 12a, 14 und 16 war ehemals, als erste Hoteladresse Nürnbergs, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. In der Herberge "Zum Roten Ross" nächtigten Persönlichkeiten wie Kaiser Leopold II. und Johann Wolfgang von Goethe.

Johann Ferdinand Roth schrieb 1813 über den Weinmarkt und den Neuen Bau folgende Zeilen: "Der alte oder erste Weinmarkt erstreckte sich von der Unter-Waage an, bey den Riesen hinab, bis auf den Neuen Bau. An einem einzigen Donnerstage kamen oft mehr als einhundert Wägen mit Wein hierher. (...) Was von den Weinen Donnerstag und Freytag nicht verkauft wurde, das wurde in dem Weinstadel oder in dem Herren Keller* bis zur folgenden Woche aufbewahrt."

*Gemeint ist der ehemalige Leistenkeller nördlich des Hauses Weinmarkt 11.
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Text: mw
Fotos: mw
Verwendete Literatur: SLN

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