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Weißgerbergasse

Die Weißgerbergasse in der Sebalder Altstadt ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Straßenzüge in Nürnberg. Sie führt vom Weinmarkt hinunter bis zum Maxplatz. 22, meist in Fachwerkbauweise ausgeführte, Handwerkerhäuser geben heute noch einen guten Eindruck über die Architektur und das Leben in engen Gassen in früheren Jahrhunderten.


Hier und in der Irrerstrasse waren früher das lederverarbeitende Handwerk ansässig. Die Weißgerber (auch Lederer oder Irrer genannt) stellten aus Kalb-, Schaf- und Geißfellen geschmeidiges Leder her. Wegen des hohen Wasserbedarfs und der enormen Wasserverschmutzung war der Standpunkt oberhalb des Pegnitzausflusses aus der Stadt (am Hallertor), ideal für dieses Handwerk. In Bottichen, die das Pegnitzufer (bis 1720) von der Nägeleinsmühle bis zur Stadtmauer säumten, wurden die Häute in mehreren Durchgängen gewässert und verbliebene Haar- und Fleischreste entfernt. Die Lauge aus Wasser, Kalk und Asche sowie der Gerbstoff Alaun müssen sehr geruchsintensiv gewesen sein. "Stinkende Häut machen reiche Leut" soll früher ein Sprichwort gelautet haben.

Tatsächlich scheinen die Weißgerber relativ wohlhabende Leute gewesen zu sein. Dies lässt sich aus der Bauweise der Handwerkerhäuser schließen deren Obergeschosse meist in Fachwerkbauweise ausgeführt sind.

Der Stand der Weißgerber schien in späterer Zeit nicht besonders beliebt gewesen zu sein. Die Anwohner der Gasse stellten einen Antrag auf Umbenennung in "Hallertorgasse", der aber 1837 von der Regierung des Rezatkreises (Mittelfranken) mit Hinweis auf die historische Bedeutung des Straßennamens abgewiesen wurde.

Heute sind in der Weißgerbergasse, sehr zum Leidwesen mancher Anwohner, etliche Gastronomiebetriebe mit gemischtem Publikum ansässig. Dem Flair des Ensembles tut dies schon ein wenig Abbruch.



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Text: mw
Fotos: Uli Kowatsch
Verwendete Literatur: SLN

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